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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Fitness

IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1)

IGF-DES ist eine natürlich vorkommende verkürzte Version von IGF-1, die stärker bindet, kürzer wirkt und gezielt im Gewebe aktiv ist, besonders im Gehirn und in Muskeln.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#58Rang 58 von 8040/100
AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis0,05–0,1 mg/Tag
Halbwertszeit~20–30 Minuten (systemisch sehr kurz)
PubMed-Studien29+
Fachangaben

Auch bekannt als: Des-IGF-1, IGF-1 DES, Des(1-3)IGF-1

Des(1-3)-IGF-I (N-terminal trunkiertes Insulin-like Growth Factor 1, 67 AS)

Quick Start Guide

Intramuskulär
0,05–0,1 mg pro Tag
Wie oft
1–2× täglich an Trainingstagen
In den Zielmuskel
Zeitpunkt
Unmittelbar nach dem Training, innerhalb 30 Minuten
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt höchstens 14 Tage bei 4 °C.
4–6 Wochen, dann mind. 4 Wochen Pause
Pause danach
Mind. 4 Wochen
~20–30 Minuten (systemisch sehr kurz)
Verboten (S2.3)
Das Protokoll nennt bis 0,15 mg pro Injektion mit höherem Unterzuckerungsrisiko. Subkutan fehlen Kurzwerte. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1) und wie wirkt es?

Einfach erklärt

IGF-DES (Des-1,2,3-IGF-1) ist eine natürliche Variante von IGF-1, bei der die ersten drei Aminosäuren am N-Terminus fehlen (des = lat. „ohne"). Diese kleine Änderung hat zwei Konsequenzen: Erstens bindet IGF-DES noch schlechter an IGFBPs als IGF-1, was lokale Wirksamkeit erhöht. Zweitens hat es eine höhere Affinität zum IGF-1-Rezeptor als normales IGF-1. Es kommt natürlich im Gehirn und einigen anderen Geweben vor. Sehr kurze Halbwertszeit: ~20–30 Minuten.

IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1, auch "Des-IGF-1") ist eine natürlich vorkommende IGF-1-Variante, die im Gehirn und möglicherweise in anderen Geweben durch proteolytische Abspaltung der ersten drei N-terminalen Aminosäuren (Gly-Pro-Glu) entsteht. Synthetisch hergestellt wird es als 67-Aminosäuren-Peptid. Aufgrund des Fehlens der ersten drei Aminosäuren bindet IGF-DES mit deutlich geringerer Affinität an IGF-bindende Proteine (IGFBPs), besitzt aber eine im Vergleich zu nativem IGF-1 höhere intrinsische Affinität zum IGF-1-Rezeptor. In Zellkulturexperimenten stimuliert IGF-DES stärker als natives IGF-1 bei äquimolarer Konzentration. Im Gehirn wird IGF-DES als das hauptsächlich aktive IGF-1-Molekül angesehen. Klinische oder In-vivo-Humanstudien zu exogen appliziertem IGF-DES als Forschungssubstanz fehlen. Die Substanz ist ein spezialisiertes Forschungsreagenz für die Grundlagenforschung.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Bindet IGF-1R mit höherer Affinität als natives IGF-1
  • Sehr geringe IGFBP-Bindung → wirkt hauptsächlich lokal (im Injektionsgebiet)
  • Kurze HWZ (~20–30 min) → pulsartiger Effekt, kein systemisches Risiko
  • Stimuliert Proteinsynthese und Zellwachstum lokal
  • Kommt natürlich im ZNS vor, neuroprotektives Potenzial erforscht

Aktiviert den IGF-1-Rezeptor (IGF-1R) mit höherer Effizienz als natives IGF-1. Downstream-Aktivierung der PI3K/Akt/mTOR- und MAPK-Kaskaden. Die reduzierte IGFBP-Bindung führt zu einer höheren freien Fraktion in Zellkultursystemen. Im ZNS möglicherweise neurotrophe Funktion.

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

IGF-DES wird für lokale Anwendung diskutiert:

  • Lokale Muskelwachstums-Förderung (z.B. gezielte intramuskuläre Injektion)
  • Schnelle, kurze anabole Wirkung ohne systemischen Spill-over
  • Neuroprotektives Potenzial im ZNS (natürliche Vorkommen-Kontext)
  • Regenerationsunterstützung im Injektionsgebiet
Alle Wirkungsansprüche für Fitness basieren auf Extrapolation aus Tiermodellen und Mechanismus, keine Humanstudien für diese Anwendung.

Erhöhte Rezeptoraffinität

VorklinischIn-vitro

Bindet deutlich stärker an den zellulären IGF-1-Rezeptor als natives IGF-1, was zu einer verstärkten lokalen Reaktion führt.

Reduzierte IGFBP-Bindung

VorklinischIn-vitro

Durch das Fehlen der ersten drei Aminosäuren binden deaktivierende Transportproteine (IGFBPs) kaum noch an das Molekül.

Neurotrophe Funktion

VorklinischTier

Als natürlich im Gehirn vorkommende Variante zeigt es potenzielle neuroprotektive und neuronale Wachstumsfunktionen.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

In Forschungskreisen berichtet:

  • 0,05–0,15 mg täglich, intramuskulär in die Zielmuskelgruppe
  • Post-Training-Injektion, wenn IGF-1R-Expression im Muskel erhöht ist
  • Kurze HWZ → mehrere tägliche Injektionen für längere Wirkung nötig
Keine klinisch validierten Humandosen. Hypoglykämie-Risiko geringer als bei LR3, aber nicht null.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Forschungsanwendung0,02–0,05 mgVor AktivitätWegen der sehr kurzen Halbwertszeit oft lokal (z. B. intramuskulär) angewendet.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Intramuskuläre Injektion in Zielmuskelgruppe (lokale Wirkung gewünscht)
  • Subkutan auch möglich, aber lokal weniger präzise
  • Lyophilisiertes Pulver, temperaturempfindlich
  • Kurze HWZ limitiert auf eine pulsartige Wirkung
Subkutan (s.c.)Intramuskulär (i.m.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

IGF-DES gilt als lokal begrenzter als IGF-1 LR3:

  • Geringeres systemisches Risiko durch kurze HWZ und lokale Wirkung
  • Dennoch: Hypoglykämie bei hoher Dosierung möglich
  • Tumorwachstums-Risiko bei lokaler Applikation geringer, aber nicht null
  • Lokale Reaktionen an der Einstichstelle
  • Wenig Humandaten. Sicherheitsprofil nur aus Tiermodellen ableitbar

Bekannte Nebenwirkungen

  • Hypoglykämie (akutes Unterzuckerungsrisiko)
  • Lokale Schwellungen oder Rötungen an der Injektionsstelle
  • Beschleunigtes Zellwachstum bei Vorerkrankungen

Kontraindikationen

  • Aktive Krebserkrankungen
  • Wettkampfsport (WADA-Sperre)
  • Insulinresistenz / Typ-2-Diabetes

Studienlage

Einfach erklärt

IGF-DES hat eine moderate Publikationslage, Evidenzniveau C:

  • ✅ Tierstudien: lokale Muskelhypertrophie nach intramuskulärer Injektion
  • ✅ Natürliches Vorkommen im ZNS gut dokumentiert. Basisbiologie solide
  • ⚠ Mechanistisch plausibel, aber klinische Wirksamkeit beim Menschen unbewiesen
  • ❌ Keine randomisierten Humanstudien zu Sport- oder Fitnesseffekten

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen. Eigenanwendung nicht legal, nur als Research Chemical (RUO) erhältlich.
  • 🏅 WADA S2, verboten im Wettkampfsport
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht als Arzneimittel zugelassen. WADA-Sperre (S2). Ausschließlich als Forschungsreagenz erhältlich.

Im SportWADA: Verboten (S2.3)

IGF-1-Fragment mit erhöhter Rezeptoraffinität. Kein Arzneimittel. In- und Out-of-Competition verboten.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1)

Kommt IGF-DES natürlich im Körper vor?
Ja, IGF-DES ist ein natürliches Spaltprodukt von IGF-1, das hauptsächlich im Gehirn vorkommt. Im Gegensatz zu IGF-1 LR3 (vollständig synthetisch) hat IGF-DES eine physiologische Entsprechung.
Warum wird IGF-DES oft intramuskulär gespritzt?
Aufgrund der extrem kurzen Halbwertszeit im Blutkreislauf (ca. 20-30 Minuten) wird in Forschungsprotokollen oft versucht, es direkt in den Zielmuskel zu injizieren, bevor es abgebaut wird.
Warum IGF-DES statt IGF-1 LR3?
IGF-DES wirkt lokal und kurz, geringes systemisches Risiko. LR3 wirkt systemisch über 24h, stärker, aber gefährlicher. Wer eine Muskelgruppe gezielt ansteuern will (z.B. nachts den zuletzt trainierten Muskel), greift zu DES, wer maximale systemische Wirkung will, zu LR3.
Was bedeutet „lokal wirkend" bei einer subkutanen Injektion?
Bei kurzer HWZ und niedriger IGFBP-Bindung wird IGF-DES schnell abgebaut, bevor es weite Strecken im Blutkreislauf zurücklegt. Es wirkt vor allem im umliegenden Gewebe. Intramuskuläre Injektion direkt in den Muskel ist deshalb präziser als subkutane.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,05–0,1 mg
niedrig · 0,05 mghoch · 0,1 mg
Frequenz: 1–2× täglich (post-workout)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug5 U
020406080100U5.00 U0.050 ml
1 mg Vial + 1 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,05 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema3 Phasen
Zyklus: 4–6 Wochen, dann mind. 4 Wochen Pause.
1–2× täglich an Trainingstagen, intramuskulär in den Zielmuskel.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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