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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Fitness

PEG-MGF

PEG-MGF ist eine stabilisierte Variante des Mechano-Growth-Factors, ein Wachstumsfaktor, der gezielt Satellitenzellen im Muskel aktiviert und so die Reparatur nach Trainingsbelastung beschleunigen soll.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#61Rang 61 von 8038/100
AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis0,2–0,5 mg/Tag
Halbwertszeit~48–72 Stunden (durch PEGylierung)
PubMed-Studien1+
Fachangaben

Auch bekannt als: Pegylated Mechano Growth Factor, IGF-1 Ec Fragment

Pegyliertes Mechano-Growth-Factor-Fragment (IGF-1 Ec-Isoform-Fragment, PEGyliert)

Quick Start Guide

Subkutan
0,2–0,4 mg je Injektion
Wie oft
2–3× pro Woche
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Post-Workout-Tag, nach intensiver Trainingseinheit
Wirkung ab wann
Erste Regenerationsvorteile nach 2–4 Wochen, optimale Ergebnisse nach 6–8 Wochen
Lagerung
Pulver bei 2–8 °C. Angemischt bis 14 Tage bei 4 °C.
4–8 Wochen
Pause danach
4 Wochen
~48–72 Stunden (durch PEGylierung)
Verboten (S2.3)
Intramuskuläre Anwendung mit denselben Werten ist ebenfalls beschrieben. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist PEG-MGF und wie wirkt es?

Einfach erklärt

MGF (Mechano Growth Factor) ist eine natürliche Spleißvariante von IGF-1, die nach mechanischer Belastung in Muskelzellen gebildet wird. Das natürliche MGF hat eine Halbwertszeit von nur Minuten. PEG-MGF ist die pegylierte Version: Durch Anhängen eines Polyethylenglykol-Rests (PEG) an das 24-Aminosäuren-Peptid steigt die Halbwertszeit auf ~48–72 Stunden. Das erlaubt systemische Wirkung statt nur lokaler Aktivität. Wirkmechanismus: Aktivierung von Satellitenzellen (Muskelstammzellen), die für Muskelreparatur und -wachstum verantwortlich sind.

PEG-MGF (Pegylierter Mechano Growth Factor) ist eine synthetische, chemisch modifizierte Form des Mechano Growth Factor (MGF), einer Spleißvariante des IGF-1-Gens. MGF entsteht physiologisch als Antwort auf mechanischen Stress (z. B. Muskelbelastung) durch alternatives Spleißen des IGF-1-Transkripts und enthält ein spezifisches E-Peptid am C-Terminus. Die Pegylierung, das Anhängen von Polyethylenglykol-Ketten, verlängert die Halbwertszeit von MGF erheblich. Unpegyliertes MGF wird innerhalb von Minuten abgebaut. PEG-MGF bleibt mehrere Stunden im Blut aktiv. Diese erhöhte Stabilität ist der Hauptgrund für die Entwicklung der pegylierten Variante für Forschungszwecke. Präklinische Studien zeigten, dass MGF (und PEG-MGF) in Muskelzellkulturmodellen und Tierversuchen Satellitenzellen (Muskelstammzellen) aktiviert, was für die Muskelregeneration relevant sein könnte. Humanstudien existieren nicht, die Extrapolation von Tiermodellen auf den Menschen ist bei diesem Peptid besonders unsicher.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Aktiviert Satellitenzellen (Muskelstammzellen), für Reparatur und Hypertrophie nötig
  • Unterschiedlicher Rezeptor als reguläres IGF-1, ergänzender Mechanismus
  • PEGylierung verlängert systemische Verfügbarkeit auf 48–72h
  • Nach Training erhöhte lokale MGF-Produktion. PEG-MGF ahmt das systemisch nach
  • Kein direkter GHSR-Agonismus, arbeitet über lokalen Muskelwachstums-Signalweg

Das E-Peptid-Fragment von MGF interagiert mit einem noch nicht vollständig charakterisierten Rezeptor, der sich vom klassischen IGF-1-Rezeptor unterscheidet. Es aktiviert Satellitenzellen (Muskelstammzellen) und stimuliert deren Proliferation, bevor sie zur Differenzierung übergehen. Die IGF-1-Domäne aktiviert parallel den klassischen IGF-1R/PI3K/Akt-Weg.

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

PEG-MGF ist besonders für die Post-Training-Regeneration interessant:

  • Beschleunigung der Muskelreparatur nach intensivem Training
  • Theoretische Förderung von Muskelhypertrophie durch Satellitenzell-Aktivierung
  • Mögliche Erhaltung von Muskelmasse in Phasen reduzierter Aktivität
  • Systemische Wirkung auf alle Muskelgruppen (nicht nur die injizierte)
Fast alle Daten stammen aus Tiermodellen. Humanstudien zur Leistungssteigerung fehlen weitgehend.

Satellitenzell-Aktivierung

VorklinischIn-vitro

Stimuliert die Proliferation von Muskelstammzellen (Satellitenzellen) als Reaktion auf mechanischen Stress.

Muskelhypertrophie

VorklinischTier

Fördert das Muskelwachstum und die Regeneration in Tiermodellen nach lokaler Schädigung.

Verlängerte Bioverfügbarkeit

VorklinischIn-vitro

Durch PEGylierung wird der schnelle enzymatische Abbau verhindert und das therapeutische Fenster signifikant verlängert.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

In Forschungskreisen beschrieben (kein Humanstandard):

  • 0,2–0,4 mg 2× pro Woche (wegen langer HWZ)
  • Post-Training-Injektion, wenn Satellitenzellen ohnehin aktiviert sind
  • Häufig in Kombination mit IGF-1 LR3 oder GH-Peptiden
Keine klinisch validierten Humandosen. PEG-Verbindungen haben eigene Sicherheitsfragen (immunogene Reaktionen möglich).

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Regeneration nach Training0,2–0,4 mg2–3× pro WocheApplikation erfolgt häufig nach der mechanischen Belastung (Training).
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutane oder intramuskuläre Injektion
  • Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
  • Kühlkettenpflichtig
  • Seltene Injektionsfrequenz wegen langer HWZ (2× pro Woche)
Subkutan (s.c.)Intramuskulär (i.m.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Das Sicherheitsprofil von PEG-MGF beim Menschen ist kaum charakterisiert:

  • Anti-PEG-Antikörper möglich. PEGylierte Substanzen können immunogen sein
  • Unbekannte Langzeiteffekte auf die Satellitenzell-Homöostase
  • Theoretisches Tumorwachstums-Risiko durch Zellproliferationsstimulation
  • Lokale Reaktionen an der Einstichstelle
Sehr wenige Humandaten. PEGylierung ist aus Medizin bekannt (z.B. PEG-Interferon), kann aber immunogen werden.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Hypoglykämie (Kreuzreaktivität mit IGF-1)
  • Wassereinlagerungen
  • Lokale Rötungen/Schwellungen an der Injektionsstelle

Kontraindikationen

  • Wettkampfsport (WADA-Sperre)
  • Aktive Krebserkrankungen
  • Insulinresistenz

Studienlage

Einfach erklärt

PEG-MGF hat eine schmale Publikationslage, Evidenzniveau C:

  • ✅ Tierstudien: Satellitenzell-Aktivierung und Muskelregeneration klar gezeigt
  • ✅ PEGylierungs-Strategie (lange HWZ) gut charakterisiert
  • ❌ Keine randomisierten Humanstudien zu Leistung oder Muskelmasse
  • ⚠ Mechanismus (Satellitenzell-Aktivierung) theoretisch plausibel, aber klinisch unbewiesen

The emerging landscape of performance-enhancing peptides modulating GH-IGF1 axis: bridging the gap between clinical evidence and patient self-administration

Human

Dominikowski A, et al. (2026), Frontiers in Endocrinology

Eine Übersichtsarbeit kartiert die Evidenzlage leistungssteigernder Peptide entlang der GH-IGF-1-Achse und stellt die Lücke zwischen klinischen Daten und verbreiteter Selbstanwendung heraus. Für die meisten dieser Substanzen fehlen kontrollierte Studien am Menschen.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen. Eigenanwendung nicht legal, nur als Research Chemical (RUO) erhältlich.
  • 🏅 WADA S2, verboten im Wettkampfsport
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Als Arzneimittel nicht zugelassen. WADA-Sperre (S2). Nur für Forschungszwecke.

Im SportWADA: Verboten (S2.3)

Mechano Growth Factor ist eine Splicevariante von IGF-1. Explizit unter S2.3 Wachstumsfaktoren gelistet. In- und Out-of-Competition verboten.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Labormonitoring für Forschungszwecke

Kurzübersicht: IGF-1 und Creatin Kinase (CK) als spezifische Marker für muskelanabole Aktivität.

Zeitplan:Vor Beginn->Nach 4–6 Wochen
Essentiell
IGF-1

PEG-MGF ist eine IGF-1-Spleißvariante mit direkter Wirkung auf IGF-Signalwege: IGF-1 dient als Verlaufsmarker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4–6 WochenRichtwert: ~100–350 ng/ml
Empfohlen
Creatin Kinase (CK)
Creatin Kinase (Muskelenzym)

Marker für Muskelstoffwechsel und -regeneration. PEG-MGF wirkt auf Satellitenzellen, damit lässt sich die Muskelaktivität am CK-Verlauf ablesen.

Zeitpunkt: Baseline, nach Training, nach 4 WochenRichtwert: Männer: 24–195 U/l | Frauen: 24–170 U/l (ohne intensives Training)
Nüchternglukose

IGF-Achsen-Aktivierung kann Glukose beeinflussen.

Zeitpunkt: BaselineRichtwert: < 100 mg/dl
Großes Blutbild
Differenzialblutbild (CBC)

Basis-Sicherheitsparameter.

Zeitpunkt: Baseline

PEG-MGF ist ein wenig erforschtes Peptid mit begrenzten Humandaten. Monitoring dient der Sicherheitsdokumentation im Forschungskontext.

Häufige Fragen zu PEG-MGF

Warum PEG-MGF statt MGF?
Unpegyliertes MGF hat eine Halbwertszeit von unter 5 Minuten im Blut. PEGylierung verlängert dies auf Stunden, was für Forschungsprotokoll relevanter ist. Die Pegylierung verändert aber auch die Verteilung im Gewebe.
Was ist der Unterschied zu IGF-1 LR3?
IGF-1 LR3 wirkt systemisch und bindet stark an den klassischen IGF-1-Rezeptor, um generelles Zellwachstum zu fördern. PEG-MGF (eine Spleißvariante mit E-Peptid) soll hingegen gezielt ruhende Satellitenzellen zur Teilung anregen, bevor sie differenzieren.
Was ist der Unterschied zwischen MGF und IGF-1?
Beide kommen aus demselben IGF-1-Gen, aber MGF entsteht durch alternatives Spleißen speziell nach mechanischer Belastung. MGF aktiviert Satellitenzellen, IGF-1 wirkt systemisch auf Wachstum. Sie ergänzen sich statt sich zu ersetzen.
Warum PEG-MGF statt normalem MGF?
Normales MGF hat eine Halbwertszeit von Minuten und wirkt nur lokal. PEGylierung verlängert die HWZ auf 48–72h und ermöglicht systemische Wirkung nach einer einzigen Injektion, praktischer für nicht-lokale Anwendung.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für PEG-MGF sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,2–0,5 mg
niedrig · 0,2 mghoch · 0,5 mg
Frequenz: 2–3× wöchentlich (Trainingstage)
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug20 U
020406080100U20.0 U0.200 ml
2 mg Vial + 2 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,2 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema2 Phasen
Zyklus: 4–8 Wochen, dann 4 Wochen Pause.
1× wöchentlich, subkutan oder i.m.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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