PEG-MGF
Pegyliertes Mechano-Growth-Factor-Fragment (IGF-1 Ec-Isoform-Fragment, PEGyliert)
Auch bekannt als: Pegylated Mechano Growth Factor, IGF-1 Ec Fragment
Pegylierte Form des Mechano Growth Factor, einer Spleißvariante von IGF-1, die in präklinischen Modellen nach mechanischer Belastung die Satellitenzell-Aktivierung stimuliert.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
PEG-MGF ist eine stabilisierte Variante des Mechano-Growth-Factors — ein Wachstumsfaktor, der gezielt Satellitenzellen im Muskel aktiviert und so die Reparatur nach Trainingsbelastung beschleunigen soll.
Auf einen Blick
Vor- & Nachteile
Spricht dafür
- Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
- Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Hypoglykämie und Wassereinlagerungen.
Mehr im Detail — zum Aufklappen
Was ist PEG-MGF?MGF (Mechano Growth Factor) ist eine natürliche Spleißvariante von IGF-1, die nach mechanischer Belast…
MGF (Mechano Growth Factor) ist eine natürliche Spleißvariante von IGF-1, die nach mechanischer Belastung in Muskelzellen gebildet wird. Das natürliche MGF hat eine Halbwertszeit von nur Minuten. PEG-MGF ist die pegylierte Version: Durch Anhängen eines Polyethylenglykol-Rests (PEG) an das 24-Aminosäuren-Peptid steigt die Halbwertszeit auf ~48–72 Stunden. Das erlaubt systemische Wirkung statt nur lokaler Aktivität. Wirkmechanismus: Aktivierung von Satellitenzellen (Muskelstammzellen), die für Muskelreparatur und -wachstum verantwortlich sind.
Wie wirkt es?Aktiviert Satellitenzellen (Muskelstammzellen) — für Reparatur und Hypertrophie nötig
- ■Aktiviert Satellitenzellen (Muskelstammzellen) — für Reparatur und Hypertrophie nötig
- ■Unterschiedlicher Rezeptor als reguläres IGF-1 — ergänzender Mechanismus
- ■PEGylierung verlängert systemische Verfügbarkeit auf 48–72h
- ■Nach Training erhöhte lokale MGF-Produktion — PEG-MGF ahmt das systemisch nach
- ■Kein direkter GHSR-Agonismus — arbeitet über lokalen Muskelwachstums-Signalweg
Was kann es bewirken?PEG-MGF ist besonders für die Post-Training-Regeneration interessant:
PEG-MGF ist besonders für die Post-Training-Regeneration interessant:
- ■Beschleunigung der Muskelreparatur nach intensivem Training
- ■Theoretische Förderung von Muskelhypertrophie durch Satellitenzell-Aktivierung
- ■Mögliche Erhaltung von Muskelmasse in Phasen reduzierter Aktivität
- ■Systemische Wirkung auf alle Muskelgruppen (nicht nur die injizierte)
Fast alle Daten stammen aus Tiermodellen. Humanstudien zur Leistungssteigerung fehlen weitgehend.
Wie viel wird verwendet?In Forschungskreisen beschrieben (kein Humanstandard):
In Forschungskreisen beschrieben (kein Humanstandard):
- ■0,2–0,4 mg 2× pro Woche (wegen langer HWZ)
- ■Post-Training-Injektion — wenn Satellitenzellen ohnehin aktiviert sind
- ■Häufig in Kombination mit IGF-1 LR3 oder GH-Peptiden
Keine klinisch validierten Humandosen. PEG-Verbindungen haben eigene Sicherheitsfragen (immunogene Reaktionen möglich).
Wie wird es angewendet?Subkutane oder intramuskuläre Injektion
- ■Subkutane oder intramuskuläre Injektion
- ■Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
- ■Kühlkettenpflichtig
- ■Seltene Injektionsfrequenz wegen langer HWZ (2× pro Woche)
Gibt es Risiken?Das Sicherheitsprofil von PEG-MGF beim Menschen ist kaum charakterisiert:
Das Sicherheitsprofil von PEG-MGF beim Menschen ist kaum charakterisiert:
- ■Anti-PEG-Antikörper möglich — PEGylierte Substanzen können immunogen sein
- ■Unbekannte Langzeiteffekte auf die Satellitenzell-Homöostase
- ■Theoretisches Tumorwachstums-Risiko durch Zellproliferationsstimulation
- ■Lokale Reaktionen an der Einstichstelle
Sehr wenige Humandaten. PEGylierung ist aus Medizin bekannt (z.B. PEG-Interferon), kann aber immunogen werden.
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen — Eigenanwendung nicht legal; nur als Research Chemical…
- ■🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Nicht zugelassen — Eigenanwendung nicht legal; nur als Research Chemical (RUO) erhältlich.
- ■🏅 WADA S2 — verboten im Wettkampfsport
Was sagen Studien?PEG-MGF hat ~45 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:
PEG-MGF hat ~45 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:
- ■✅ Tierstudien: Satellitenzell-Aktivierung und Muskelregeneration klar gezeigt
- ■✅ PEGylierungs-Strategie (lange HWZ) gut charakterisiert
- ■❌ Keine randomisierten Humanstudien zu Leistung oder Muskelmasse
- ■⚠ Mechanismus (Satellitenzell-Aktivierung) theoretisch plausibel, aber klinisch unbewiesen
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen MGF und IGF-1?
Warum PEG-MGF statt normalem MGF?
Forschungsstand & Ranking
Tools & Ressourcen
Nächste Schritte
Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von PEG-MGF gelesen.
Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.
Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.
IGF-1 LR3
Modifiziertes IGF-1-Analogon mit 13-AS-Verlängerung am N-Terminus und Arg3-Substitution, das in Forschungsmodellen eine deutlich verlängerte Halbwertszeit gegenüber nativem IGF-1 zeigt.
IGF-DES (Des(1-3)-IGF-1)
N-terminal trunkiertes IGF-1-Analogon mit den ersten 3 Aminosäuren entfernt, das in vitro eine erhöhte Rezeptor-Bindungsaffinität und reduzierte IGFBP-Affinität zeigt.
MK-677
Orales Ghrelin-Mimetikum / Wachstumshormon-Sekretagogum. Kein Peptid im engeren Sinne, aber peptidomimetisch. WADA-gesperrt. In der Forschung auf GH-Puls-Simulation untersucht.