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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Gehirn & Kognition

Noopept

Noopept ist ein in Russland entwickeltes, schluckbares Nootropikum, das Gedächtnis und Konzentration unterstützen soll. Die meisten Studien stammen aus Russland, unabhängige Daten sind dünn. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es nicht als Arzneimittel zugelassen.

Solide EvidenzDE, AT, CH: Grauzone
AnwendungOral
Typische DosisIn Studien 10 mg 2× täglich (20 mg/Tag oral)
Halbwertszeit~16–60 Minuten (Muttersubstanz, aktiver Metabolit Cycloprolylglycin länger)
PubMed-Studien107+
Fachangaben

Auch bekannt als: GVS-111, Omberacetam

N-Phenylacetyl-L-prolylglycin-ethylester

Quick Start Guide

Oral
10 mg je Einnahme, 20 mg pro Tag in Studien
Wie oft
2× täglich
Als Tablette oder Pulver mit Wasser
Zeitpunkt
Keine belastbaren Angaben
Wirkung ab wann
Keine belastbaren Angaben
Lagerung
Keine belastbaren Angaben
1,5–2 Monate im Studienschema
Pause danach
Keine belastbaren Angaben
Die Werte stammen aus russischen Studien und sind keine Anwendungsempfehlung. Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist Noopept und wie wirkt es?

Einfach erklärt

Noopept ist ein winziges, künstlich hergestelltes Peptid (ein Dipeptid) aus der Gruppe der Nootropika, also Substanzen, die die geistige Leistung verbessern sollen. Es wurde in Russland aus einem körpereigenen Nervenbotenstoff (Cycloprolylglycin) abgeleitet. Anders als viele Peptide kann es geschluckt werden. In der DACH-Region ist Noopept kein zugelassenes Arzneimittel.

Noopept (GVS-111) ist ein 1996 in Russland synthetisiertes Dipeptid-Analogon des Nootropikums Piracetam, strukturell abgeleitet vom endogenen Neuropeptid Cycloprolylglycin. Es ist oral aktiv und wirkt bereits in deutlich niedrigeren Dosen als Piracetam. In Russland ist Noopept als Arzneimittel verfügbar, im westlichen Raum besitzt es keine Zulassung und wird im Graubereich als „Forschungschemikalie" oder Nahrungsergänzung vertrieben. Die klinische Evidenz stammt fast ausschließlich aus russischen Studien mit kleinen Fallzahlen.

Wirkungsweise

Einfach erklärt

Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt, diskutiert werden mehrere Ansätze:

  • Im Körper entsteht teilweise der körpereigene Nervenbotenstoff Cycloprolylglycin mit nootroper Wirkung.
  • Es soll die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren (BDNF und NGF) fördern.
  • Es zeigt in Laborversuchen schützende, antioxidative Effekte auf Nervenzellen.

Noopept wird im Körper teilweise zu Cycloprolylglycin metabolisiert, einem endogenen Neuropeptid mit nootroper Wirkung. Diskutierte Mechanismen umfassen eine erhöhte Expression von BDNF und NGF (neurotrophe Faktoren), antioxidative/neuroprotektive Effekte gegen Glutamat- und oxidativen Stress sowie eine Modulation cholinerger und glutamaterger Übertragung. Die genauen molekularen Zielstrukturen sind nicht vollständig geklärt.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Verbesserung kognitiver Leistung“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.

Spricht dagegen

  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Reizbarkeit / Unruhe und Kopfschmerzen.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Die Datenlage ist gemischt, von Humanstudien bis zu Laborversuchen:

  • In einer kontrollierten russischen Studie verbesserte Noopept die geistige Leistung bei leichten kognitiven Störungen, vergleichbar mit oder besser als Piracetam (Evidenzgrad B).
  • Im Reagenzglas schützte es Nervenzellen vor Überreizung und oxidativem Stress (frühe Laborhinweise).
  • In Tierversuchen wirkte es dem Vergessen entgegen, auch nach Einnahme über den Mund.

Verbesserung kognitiver Leistung

Solide EvidenzHuman

In einer kontrollierten russischen Studie verbesserte Noopept bei leichten kognitiven Störungen vaskulärer/traumatischer Genese die kognitive Leistung vergleichbar oder besser als Piracetam.

PubMed-Quelle →

Neuroprotektion

VorklinischIn-vitro

In vitro schützte GVS-111 Neuronen vor Glutamat-Toxizität und oxidativem Stress und hemmte die Anreicherung freier Radikale.

PubMed-Quelle →

Antiamnestische Wirkung (oral)

VorklinischTier

Das Prolin-haltige Dipeptid behielt nach oraler Gabe seine antiamnestische Aktivität bei. Grundlage der oralen Anwendbarkeit.

PubMed-Quelle →

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

In den Studien wurde Noopept geschluckt:

  • Üblich waren 10 mg zweimal täglich, also 20 mg pro Tag.
  • Es wirkt bereits in sehr kleinen Mengen, ein Merkmal vieler Nootropika.
Es gibt keine zugelassene Dosierung im DACH-Raum, und unabhängige Sicherheitsdaten außerhalb russischer Studien sind begrenzt.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Wichtiger Hinweis: Dosisangaben entstammen russischen Studien und stellen keine Anwendungsempfehlung dar. Noopept ist in der DACH-Region nicht als Arzneimittel zugelassen.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzDauerHinweis
Leichte kognitive Störungen (Studie)10 mg2× täglich oral1,5–2 MonateRussisches Studienschema, keine Anwendungsempfehlung
Dosierungsrechner →

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Oral, also als Tablette oder Pulver zum Schlucken.
  • Anders als viele Peptide bleibt es nach der Einnahme über den Mund wirksam.
Oral

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Berichtete Nebenwirkungen sind meist mild, die Datenbasis ist aber dünn:

  • Reizbarkeit oder innere Unruhe.
  • Kopfschmerzen.
  • Schlafstörungen.
  • Selten ein Anstieg des Blutdrucks.
Außerhalb russischer Studien gibt es nur begrenzte unabhängige Sicherheitsdaten, das Langzeitprofil ist unsicher.

Bekannte Nebenwirkungen

  • Reizbarkeit / Unruhe
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Selten: Blutdruckanstieg
  • Begrenzte unabhängige Sicherheitsdaten außerhalb russischer Studien

Kontraindikationen

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörung
  • Bekannte Überempfindlichkeit
  • Kinder und Jugendliche

Studienlage

Einfach erklärt

Die Forschung stammt überwiegend aus Russland (Evidenzgrad B):

  • ✅ Kontrollierte russische Studie mit Verbesserung der kognitiven Leistung.
  • ⚠ Wenige unabhängige Studien außerhalb Russlands.
  • ⚠ Belastbare Langzeitdaten am Menschen fehlen weitgehend.

Comparative studies of noopept and piracetam in the treatment of patients with mild cognitive disorders in organic brain diseases of vascular and traumatic origin

Human

Neznamov GG, Teleshova ES. (2009), Neuroscience and Behavioral Physiology

Kontrollierte russische Studie: Noopept (20 mg/Tag) war Piracetam bei leichten kognitiven Störungen vaskulärer/traumatischer Genese mindestens ebenbürtig und verbesserte Aufmerksamkeitsfunktionen.

PubMed →

Neuroprotective properties of nootropic dipeptide GVS-111 in in vitro oxygen-glucose deprivation, glutamate toxicity and oxidative stress

In-vitro

Pelsman A, Hoyo-Vadillo C, Gudasheva TA, et al. (2003), International Journal of Developmental Neuroscience

In-vitro-Studie: GVS-111 (Noopept) schützte kortikale Neuronen vor Glutamat-Exzitotoxizität und oxidativem Stress.

PubMed →

Proline-containing dipeptide GVS-111 retains nootropic activity after oral administration

Tier

Ostrovskaya RU, Gudasheva TA, Voronina TA, Seredenin SB. (2002), Bulletin of Experimental Biology and Medicine

Tierstudie: Das Prolin-haltige Dipeptid GVS-111 behielt seine antiamnestische Wirkung auch nach oraler Gabe. Grundlage der oralen Anwendbarkeit von Noopept.

PubMed →

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf meist als Forschungschemikalie oder Nahrungsergänzung.
  • 🏅 WADA: nicht namentlich auf der Verbotsliste 2026.
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

In Russland als Arzneimittel zugelassen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht KEINE arzneimittelrechtliche Zulassung, der Vertrieb als Nahrungsergänzung ist rechtlich angreifbar, der Bezug erfolgt meist als „Forschungschemikalie" (RUO). Die Evidenz stammt überwiegend aus russischen Studien mit kleinen Fallzahlen und ist international nur begrenzt repliziert.

Im SportWADA: Erlaubt

Nicht namentlich auf der WADA Prohibited List 2026.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Häufige Fragen zu Noopept

Ist Noopept ein Peptid?
Ja. Noopept ist ein Dipeptid-Derivat (Prolin + Glycin als Ethylester), abgeleitet vom körpereigenen Neuropeptid Cycloprolylglycin. Es zählt damit zu den wenigen oral wirksamen peptidbasierten Nootropika.
Wie gut ist die Studienlage?
Es existieren kontrollierte Humanstudien, diese stammen jedoch fast ausschließlich aus Russland, haben kleine Fallzahlen und wurden international kaum unabhängig repliziert. Die Evidenz ist daher mit Vorsicht zu bewerten.
Ist Noopept in Deutschland zugelassen?
Nein. In Russland ist Noopept ein zugelassenes Arzneimittel, in der DACH-Region jedoch nicht. Der Vertrieb als Nahrungsergänzung ist rechtlich angreifbar, der Bezug erfolgt meist als Forschungschemikalie auf eigene Verantwortung.
Macht Noopept klüger?
Das ist nicht belegt. Studien deuten auf eine Unterstützung von Gedächtnis und Konzentration bei kognitiven Störungen hin, einen Beleg für eine Leistungssteigerung bei Gesunden gibt es nicht.
Ist Noopept dasselbe wie Piracetam?
Nein, aber verwandt. Beide gehören zu den Nootropika. Noopept wirkt jedoch in deutlich kleineren Mengen und wurde in russischen Studien mit Piracetam verglichen.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für Noopept sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite10–30 mg
niedrig · 10 mghoch · 30 mg
Frequenz: 7×/Woche
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Fact Sheet

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