Noopept
N-Phenylacetyl-L-prolylglycin-ethylester
Auch bekannt als: GVS-111, Omberacetam
Noopept ist ein synthetisches Dipeptid-Nootropikum, das in Russland aus dem körpereigenen Neuropeptid Cycloprolylglycin entwickelt wurde. Es zeigt in (überwiegend russischen) Studien gedächtnis- und konzentrationsfördernde sowie neuroprotektive Effekte.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Noopept ist ein in Russland entwickeltes, schluckbares Nootropikum, das Gedächtnis und Konzentration unterstützen soll. Die meisten Studien stammen aus Russland; unabhängige Daten sind dünn. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es nicht als Arzneimittel zugelassen.
Auf einen Blick
Vor- & Nachteile
Spricht dafür
- Die erwünschte Wirkung „Verbesserung kognitiver Leistung“ ist in Humanstudien belegt.
- Die Anwendung ist vergleichsweise einfach, da der Wirkstoff oral eingenommen werden kann.
- Im Wettkampfsport ist der Wirkstoff nach aktueller WADA-Liste nicht verboten.
Spricht dagegen
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
- Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Reizbarkeit / Unruhe und Kopfschmerzen.
Mehr im Detail — zum Aufklappen
Was ist Noopept?Noopept ist ein winziges, künstlich hergestelltes Peptid (ein Dipeptid) aus der Gruppe der Nootropika…
Noopept ist ein winziges, künstlich hergestelltes Peptid (ein Dipeptid) aus der Gruppe der Nootropika — also Substanzen, die die geistige Leistung verbessern sollen. Es wurde in Russland aus einem körpereigenen Nervenbotenstoff (Cycloprolylglycin) abgeleitet. Anders als viele Peptide kann es geschluckt werden. In der DACH-Region ist Noopept kein zugelassenes Arzneimittel.
Wie wirkt es?Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt; diskutiert werden mehrere Ansätze:
Der genaue Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt; diskutiert werden mehrere Ansätze:
- ■Im Körper entsteht teilweise der körpereigene Nervenbotenstoff Cycloprolylglycin mit nootroper Wirkung.
- ■Es soll die Bildung von Nervenwachstumsfaktoren (BDNF und NGF) fördern.
- ■Es zeigt in Laborversuchen schützende, antioxidative Effekte auf Nervenzellen.
Was kann es bewirken?Die Datenlage ist gemischt — von Humanstudien bis zu Laborversuchen:
Die Datenlage ist gemischt — von Humanstudien bis zu Laborversuchen:
- ■In einer kontrollierten russischen Studie verbesserte Noopept die geistige Leistung bei leichten kognitiven Störungen, vergleichbar mit oder besser als Piracetam (Evidenzgrad B).
- ■Im Reagenzglas schützte es Nervenzellen vor Überreizung und oxidativem Stress (frühe Laborhinweise).
- ■In Tierversuchen wirkte es dem Vergessen entgegen — auch nach Einnahme über den Mund.
Wie viel wird verwendet?In den Studien wurde Noopept geschluckt:
In den Studien wurde Noopept geschluckt:
- ■Üblich waren 10 mg zweimal täglich, also 20 mg pro Tag.
- ■Es wirkt bereits in sehr kleinen Mengen — ein Merkmal vieler Nootropika.
Es gibt keine zugelassene Dosierung im DACH-Raum, und unabhängige Sicherheitsdaten außerhalb russischer Studien sind begrenzt.
Wie wird es angewendet?Oral, also als Tablette oder Pulver zum Schlucken.
- ■Oral, also als Tablette oder Pulver zum Schlucken.
- ■Anders als viele Peptide bleibt es nach der Einnahme über den Mund wirksam.
Gibt es Risiken?Berichtete Nebenwirkungen sind meist mild, die Datenbasis ist aber dünn:
Berichtete Nebenwirkungen sind meist mild, die Datenbasis ist aber dünn:
- ■Reizbarkeit oder innere Unruhe.
- ■Kopfschmerzen.
- ■Schlafstörungen.
- ■Selten ein Anstieg des Blutdrucks.
Außerhalb russischer Studien gibt es nur begrenzte unabhängige Sicherheitsdaten — das Langzeitprofil ist unsicher.
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf meist als Forschungsch…
- ■🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf meist als Forschungschemikalie oder Nahrungsergänzung.
- ■🏅 WADA: nicht namentlich auf der Verbotsliste 2026.
Was sagen Studien?Die Forschung stammt überwiegend aus Russland (Evidenzgrad B):
Die Forschung stammt überwiegend aus Russland (Evidenzgrad B):
- ■✅ Kontrollierte russische Studie mit Verbesserung der kognitiven Leistung.
- ■⚠ Wenige unabhängige Studien außerhalb Russlands.
- ■⚠ Belastbare Langzeitdaten am Menschen fehlen weitgehend.
Häufige Fragen
Macht Noopept klüger?
Ist Noopept dasselbe wie Piracetam?
Tools & Ressourcen
Nächste Schritte
Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Noopept gelesen.
Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.
Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, das vom ACTH-Fragment 4-10 abgeleitet ist und kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften zeigt.
Selank
Selank ist ein anxiolytisches (angstlösendes) Peptid, das vom körpereigenen Tuftsin abgeleitet ist und in Russland als Arzneimittel gegen Angststörungen und Stress zugelassen ist.
Cerebrolysin
Standardisiertes Neuropeptid-Gemisch (porzin). In Europa für vaskuläre Demenzen in einigen Ländern zugelassen. In Deutschland und Österreich verschreibungspflichtig. Gut dokumentierte Neurotrophika-Forschung.