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VIP

His-Ser-Asp-Ala-Val-Phe-Thr-Asp-Asn-Tyr-Thr-Arg-Leu-Arg-Lys-Gln-Met-Ala-Val-Lys-Lys-Tyr-Leu-Asn-Ser-Ile-Leu-Asn-OH (28 AS)

Auch bekannt als: Vasoactive Intestinal Peptide, Vasoaktives intestinales Peptid

Endogenes 28-AS-Neuropeptid mit immunmodulatorischen und vasodilatatorischen Eigenschaften. Natürlich in Darm, Lunge und ZNS vorkommend. In der Forschung auf entzündliche Erkrankungen untersucht.

Solide Evidenz🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#15Rang 15 von 8063/100
~1–2 min (intravenös), länger bei anderen Applikationsformen
Halbwertszeit
1–2× täglich
Frequenz
0,05–0,2 mg/Tag
Typische Dosis
26990+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
55
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil56%35% Gew.
Evidenzqualität67%28% Gew.
Verträglichkeit45%24% Gew.
Mechanismus50%10% Gew.
Praktikabilität40%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

VIP (Vasoactive Intestinal Peptide) ist ein endogenes 28-AS-Neuropeptid aus Darm, Lunge und Gehirn, das Entzündungen dämpft und glatte Muskulatur entspannt — eines der wichtigsten Neuropeptide überhaupt, aber klinisch noch kein Arzneimittel.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intranasal, Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis0,05–0,2 mg/Tag
Halbwertszeit~1–2 min (intravenös), länger bei anderen Applikationsformen
ForschungslageSolide (B)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Immunmodulation (anti-inflammatorisch)“ ist in Tierstudien belegt.
  • Für dieses Forschungsfeld ist die wissenschaftliche Studienlage vergleichsweise solide.

Spricht dagegen

  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Hypotonie und Tachykardie.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist VIP?VIP steht für Vasoactive Intestinal Peptide — nicht wegen Wichtigkeit, sondern weil es 1970 aus Schwei…

VIP steht für Vasoactive Intestinal Peptide — nicht wegen Wichtigkeit, sondern weil es 1970 aus Schweinedünndarm (Intestinum = Darm) isoliert wurde und Blutgefäße erweitert (vasoaktiv). Dein Körper produziert VIP selbst: in Neuronen des Darms, der Lunge, des Gehirns und in Immunzellen. Es wirkt als Neuropeptid, Neurotransmitter und Immunmodulator gleichzeitig. VIP entspannt glatte Muskeln (Bronchien, Blutgefäße, Darm) und dämpft gleichzeitig Entzündungsreaktionen. Das macht es zu einem interessanten Kandidaten für Atemwegserkrankungen und Autoimmunity — bisher gibt es aber kein zugelassenes VIP-Arzneimittel.

Wie wirkt es?Bindet an VPAC1- und VPAC2-Rezeptoren (G-Protein-gekoppelt) → erhöht intrazelluläres cAMP.
  • Bindet an VPAC1- und VPAC2-Rezeptoren (G-Protein-gekoppelt) → erhöht intrazelluläres cAMP.
  • In Immunzellen: hemmt TNF-α, IL-6, IL-12 (proinflammatorische Botenstoffe) und fördert regulatorische T-Zellen.
  • In Bronchien: Bronchodilatation (Erweiterung der Atemwege) — natürlicher Gegenspieler zu Bronchokonstriktoren.
  • In Blutgefäßen: Vasodilatation (Erweiterung) → Blutdruckabfall — wesentliche klinische Einschränkung.
  • HWZ nur 1–2 Minuten i.v. — ohne Depot oder Analogum sehr kurz wirksam.
Was kann es bewirken?Gut etablierte Forschungsgrundlage, noch kein zugelassenes Therapeutikum:

Gut etablierte Forschungsgrundlage, noch kein zugelassenes Therapeutikum:

  • Immunmodulation (anti-inflammatorisch): Hemmung proinflammatorischer Zytokine in Zell- und Tiermodellen (Level B)
  • Bronchodilatation: in Lungenmodellen und frühen Humanstudien (Level B)
  • Regulatorische T-Zellen: VIP fördert Treg-Differenzierung — potentiell relevant bei Autoimmunität (Level C)
  • Pulmonale Hypertonie: VIP-Analoga in klinischer Phase-2-Entwicklung

VIP senkt den Blutdruck stark. Bei bestehender Hypotonie oder blutdrucksenkenden Medikamenten kann das gefährlich sein.

Wie viel wird verwendet?Forschungsprotokolle — keine klinisch validierten Humandosierungen:

Forschungsprotokolle — keine klinisch validierten Humandosierungen:

  • Intravenös (Forschung): 0,05–0,2 mg/Tag — aber HWZ nur Minuten, daher nur als Kurzinfusion
  • Intranasal (Forschung): alternative Route für ZNS-Effekte untersucht
  • Subkutan (Selbstanwender): 0,05–0,2 mg/Tag — ohne Evidenzgrundlage

VIP hat eine Halbwertszeit von nur 1–2 Minuten systemisch. Jede Dosierungsstrategie für Selbstanwendung ignoriert diese pharmakokinetische Realität.

Wie wird es angewendet?Klinische Forschung: meist i.v.
  • Klinische Forschung: meist i.v. oder inhalativ (für Lungenindikationen)
  • VIP-Analoga mit längerer HWZ: in klinischer Entwicklung für pulmonale Hypertonie
  • Intranasal: für neuropsychiatrische Forschung untersucht
  • Problem: natives VIP zu kurz wirksam für praktische subkutane Selbstanwendung
Gibt es Risiken?Gut charakterisierte vasoaktive Nebenwirkungen:

Gut charakterisierte vasoaktive Nebenwirkungen:

  • Hypotonie (Blutdruckabfall): stärkste und klinisch relevanteste Nebenwirkung
  • Tachykardie (schneller Herzschlag als Kompensation)
  • Flush (Hautrötung, Hitzegefühl)
  • Übelkeit bei höheren Dosen
  • Interaktion mit blutdrucksenkenden Medikamenten: verstärkter Druckabfall

Personen mit kardiovaskulären Erkrankungen oder unter blutdrucksenkenden Medikamenten sollten VIP nicht ohne ärztliche Begleitung anwenden.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • VIP-Analoga: in klinischer Entwicklung für pulmonale Hypertonie (Phase 2)
  • Kein WADA-Verbot — nicht auf der Dopingliste
Was sagen Studien?~8.500 PubMed-Einträge — eines der am besten erforschten Neuropeptide.

~8.500 PubMed-Einträge — eines der am besten erforschten Neuropeptide. Evidenzlevel B:

  • ✅ Smalley et al. 2009: Überblick über VIP als Immunmodulator bei Autoimmunerkrankungen
  • ✅ Phase-2-Studien mit VIP-Inhalation bei pulmonaler arterieller Hypertonie zeigten Effekte
  • ⚠ Sehr kurze HWZ macht therapeutische Entwicklung des nativen Peptids schwierig
  • ⚠ Stabilere VIP-Analoga sind in Entwicklung, aber noch nicht zugelassen
Häufige Fragen
Warum wird VIP im Kontext von CIRS (Chronic Inflammatory Response Syndrome) diskutiert?
Einige funktionalmedizinische Ärzte setzen intranasales VIP bei CIRS ein (Shoemaker-Protokoll). Die Evidenz hierfür ist schwach und nicht in kontrollierten Studien belegt. VIP ist in diesem Kontext Off-label und umstritten. Es gibt keine Zulassung für diese Indikation.
Kann man VIP als Nasenspray anwenden?
Intranasal wurde VIP in Forschungskontexten untersucht. Ob relevante Mengen ins Gehirn gelangen, ist fraglich. Selbst hergestellte Nasensprays sind ohne Qualitätskontrolle und klinische Grundlage. Fertige zugelassene VIP-Nasensprays gibt es in DACH nicht.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
20/30
Sicherheit
14/25
Volumen
15/15
Rechtlich
7/15
Mechanismus
5/10
Prakt.
2/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

VIP im Direktvergleich

Wie schlägt sich VIP gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

VIP vs. OxytocinVIP vs. Thymosin Alpha-1VIP vs. LL-37VIP vs. KisspeptinVIP vs. Angiotensin (1-7)VIP vs. ARA-290VIP vs. Cortistatin-14

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von VIP gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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