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Forschung
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Gehirn & Kognition

Cortistatin-14

Cyclo(Cys-Lys-Asn-Phe-Phe-Trp-Lys-Thr-Phe-Ser-Ser-Cys)-Lys-Asn-NH2

Auch bekannt als: CST-14, Cortistatin, Somatostatin-ähnliches Neuropeptid

Cortistatin-14 ist ein endogenes Neuropeptid mit struktureller Ähnlichkeit zu Somatostatin, das Schlaf fördert, kognitive Funktionen moduliert und starke entzündungshemmende Eigenschaften in präklinischen Modellen zeigt.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#57Rang 57 von 8040/100
~5–10 Minuten
Halbwertszeit
Täglich
Frequenz
0,07–0,7 mg/Tag (aus Tiermodell, 70 kg)
Typische Dosis
373+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
55
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil64%35% Gew.
Evidenzqualität33%28% Gew.
Verträglichkeit61%24% Gew.
Mechanismus80%10% Gew.
Praktikabilität40%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Cortistatin-14 ist ein Neuropeptid, das Somatostatin ähnelt, aber vor allem im Gehirn vorkommt, Tiefschlaf fördert und starke entzündungshemmende Eigenschaften hat — bisher nur in Tiermodellen.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intravenös (i.v.), Intranasal
Typische Dosis0,07–0,7 mg/Tag (aus Tiermodell, 70 kg)
Halbwertszeit~5–10 Minuten
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Unbekanntes Humansicherheitsprofil und Theoretisch: Hypotension.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Cortistatin-14?Cortistatin-14 (CST-14) ist ein endogenes Neuropeptid aus 14 Aminosäuren, 1996 im Kortex und Hippocamp…

Cortistatin-14 (CST-14) ist ein endogenes Neuropeptid aus 14 Aminosäuren, 1996 im Kortex und Hippocampus von Lecea et al. entdeckt. Trotz starker struktureller Ähnlichkeit zu Somatostatin-14 (11 von 14 Aminosäuren identisch) ist es ein eigenständiges Peptid mit einzigartigen Wirkungen. Es wird hauptsächlich in GABAergen Interneuronen exprimiert und hat neben den Somatostatin-Rezeptoren auch einen eigenen Rezeptor (MRGPRX2). Besondere Forschungsinteressen: Schlafförderung, Kognitionsmodulation und starke entzündungshemmende Wirkung in Tier-Entzündungsmodellen.

Wie wirkt es?Bindet an alle fünf Somatostatin-Rezeptoren (SSTR1–5)
  • Bindet an alle fünf Somatostatin-Rezeptoren (SSTR1–5)
  • Bindet zusätzlich an Ghrelin-Rezeptor GHS-R1a und MRGPRX2 (einzigartig)
  • Hemmt neuronale Aktivität (Gi/o, cAMP-Hemmung, K⁺-Hyperpolarisation)
  • Erhöht GABAerge Signale → Tiefschlaf-Förderung (Delta-Wellen)
  • Entzündungshemmung: NF-κB-Hemmung, Makrophagen-Suppression
Was kann es bewirken?In Tiermodellen gut dokumentiert, beim Menschen noch nicht klinisch untersucht:

In Tiermodellen gut dokumentiert, beim Menschen noch nicht klinisch untersucht:

  • Tiefschlaf-Förderung: Erhöhung von Delta-Wellen im EEG (Tiermodelle)
  • Entzündungshemmung in Colitis-, Arthritis- und Sepsis-Modellen
  • Kognitionsmodulation: beeinflusst hippocampale Theta-Rhythmen
  • Neuroprotektive Eigenschaften in ischämischen Modellen

Alle Effekte aus Tiermodellen. Keine Humanstudien. Kurze Halbwertszeit (~5–10 Min.) macht systemische Wirkung bei subkutaner Gabe unsicher.

Wie viel wird verwendet?Keine validierten Humandosen.

Keine validierten Humandosen. Aus Tiermodellen extrapoliert:

  • 0,07–0,7 mg täglich (aus 70-kg-Körpergewicht-Extrapolation)
  • Subkutan, intravenös oder intranasal in Forschungsprotokollen
  • Sehr kurze HWZ — möglicherweise mehrmalige Tagesgaben nötig

Nur präklinische Referenzwerte. Somatostatin-ähnliche Effekte: theoretischer Blutdruckabfall und GH-Suppression.

Wie wird es angewendet?Subkutan, intravenös oder intranasal
  • Subkutan, intravenös oder intranasal
  • Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
  • Sehr temperaturempfindlich
  • Kurze HWZ: Timing kritisch für gewünschten Effekt
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil beim Menschen: unbekannt, mit somatostatinähnlichen Risiken:

Sicherheitsprofil beim Menschen: unbekannt, mit somatostatinähnlichen Risiken:

  • Theoretisch: Hypotension (durch Somatostatin-Rezeptor-Aktivierung)
  • GH-Suppression möglich (SSTR2-Aktivierung)
  • Herzrhythmus-Effekte (Somatostatin-Rezeptoren im Herz)
  • Keine Humantoxikologie-Daten

Humananwendung ohne klinische Grundlage. Somatostatin-ähnliches Risikoprofil nicht auszuschließen.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Cortistatin-14 hat ~95 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

Cortistatin-14 hat ~95 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

  • ✅ Nature-Erstpublikation 1996: Neuropeptid mit schlafmodulierenden Eigenschaften (Lecea et al.)
  • ✅ Entzündungshemmung in multiplen Tiermodellen (Colitis, Arthritis, Sepsis) gut dokumentiert
  • ✅ Einzigartiges Rezeptorbindungsprofil (SSTR + MRGPRX2) gut charakterisiert
  • ❌ Keine Humanstudien
  • ⚠ Kurze HWZ limitiert pharmazeutische Entwicklung
Häufige Fragen
Ist Cortistatin-14 dasselbe wie Somatostatin?
Nein — strukturell ähnlich, biologisch unterschiedlich. Somatostatin wirkt primär peripher (GH-Hemmung, Insulin/Glukagon-Modulation). Cortistatin ist auf das ZNS konzentriert, fördert Schlaf und hat entzündungshemmende Wirkungen, die Somatostatin nicht hat. Außerdem bindet es MRGPRX2 — ein Cortistatin-eigener Rezeptor.
Könnte Cortistatin-14 als Schlafmittel entwickelt werden?
Theoretisch interessant — aber die kurze Halbwertszeit (~5–10 Min.) ist ein großes pharmazeutisches Problem. Ohne chemische Modifikation (wie PEGylierung) bleibt es zu kurzlebig für eine klinische Entwicklung. Außerdem fehlen Humanstudien komplett.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
10/30
Sicherheit
16/25
Volumen
8/15
Rechtlich
4/15
Mechanismus
8/10
Prakt.
2/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

Cortistatin-14 im Direktvergleich

Wie schlägt sich Cortistatin-14 gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

Cortistatin-14 vs. VIP

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Cortistatin-14 gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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