Cortistatin-14
Cyclo(Cys-Lys-Asn-Phe-Phe-Trp-Lys-Thr-Phe-Ser-Ser-Cys)-Lys-Asn-NH2
Auch bekannt als: CST-14, Cortistatin, Somatostatin-ähnliches Neuropeptid
Cortistatin-14 ist ein endogenes Neuropeptid mit struktureller Ähnlichkeit zu Somatostatin, das Schlaf fördert, kognitive Funktionen moduliert und starke entzündungshemmende Eigenschaften in präklinischen Modellen zeigt.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Cortistatin-14 ist ein Neuropeptid, das Somatostatin ähnelt, aber vor allem im Gehirn vorkommt, Tiefschlaf fördert und starke entzündungshemmende Eigenschaften hat — bisher nur in Tiermodellen.
Auf einen Blick
Vor- & Nachteile
Spricht dafür
- Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
- Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Unbekanntes Humansicherheitsprofil und Theoretisch: Hypotension.
Mehr im Detail — zum Aufklappen
Was ist Cortistatin-14?Cortistatin-14 (CST-14) ist ein endogenes Neuropeptid aus 14 Aminosäuren, 1996 im Kortex und Hippocamp…
Cortistatin-14 (CST-14) ist ein endogenes Neuropeptid aus 14 Aminosäuren, 1996 im Kortex und Hippocampus von Lecea et al. entdeckt. Trotz starker struktureller Ähnlichkeit zu Somatostatin-14 (11 von 14 Aminosäuren identisch) ist es ein eigenständiges Peptid mit einzigartigen Wirkungen. Es wird hauptsächlich in GABAergen Interneuronen exprimiert und hat neben den Somatostatin-Rezeptoren auch einen eigenen Rezeptor (MRGPRX2). Besondere Forschungsinteressen: Schlafförderung, Kognitionsmodulation und starke entzündungshemmende Wirkung in Tier-Entzündungsmodellen.
Wie wirkt es?Bindet an alle fünf Somatostatin-Rezeptoren (SSTR1–5)
- ■Bindet an alle fünf Somatostatin-Rezeptoren (SSTR1–5)
- ■Bindet zusätzlich an Ghrelin-Rezeptor GHS-R1a und MRGPRX2 (einzigartig)
- ■Hemmt neuronale Aktivität (Gi/o, cAMP-Hemmung, K⁺-Hyperpolarisation)
- ■Erhöht GABAerge Signale → Tiefschlaf-Förderung (Delta-Wellen)
- ■Entzündungshemmung: NF-κB-Hemmung, Makrophagen-Suppression
Was kann es bewirken?In Tiermodellen gut dokumentiert, beim Menschen noch nicht klinisch untersucht:
In Tiermodellen gut dokumentiert, beim Menschen noch nicht klinisch untersucht:
- ■Tiefschlaf-Förderung: Erhöhung von Delta-Wellen im EEG (Tiermodelle)
- ■Entzündungshemmung in Colitis-, Arthritis- und Sepsis-Modellen
- ■Kognitionsmodulation: beeinflusst hippocampale Theta-Rhythmen
- ■Neuroprotektive Eigenschaften in ischämischen Modellen
Alle Effekte aus Tiermodellen. Keine Humanstudien. Kurze Halbwertszeit (~5–10 Min.) macht systemische Wirkung bei subkutaner Gabe unsicher.
Wie viel wird verwendet?Keine validierten Humandosen.
Keine validierten Humandosen. Aus Tiermodellen extrapoliert:
- ■0,07–0,7 mg täglich (aus 70-kg-Körpergewicht-Extrapolation)
- ■Subkutan, intravenös oder intranasal in Forschungsprotokollen
- ■Sehr kurze HWZ — möglicherweise mehrmalige Tagesgaben nötig
Nur präklinische Referenzwerte. Somatostatin-ähnliche Effekte: theoretischer Blutdruckabfall und GH-Suppression.
Wie wird es angewendet?Subkutan, intravenös oder intranasal
- ■Subkutan, intravenös oder intranasal
- ■Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
- ■Sehr temperaturempfindlich
- ■Kurze HWZ: Timing kritisch für gewünschten Effekt
Gibt es Risiken?Sicherheitsprofil beim Menschen: unbekannt, mit somatostatinähnlichen Risiken:
Sicherheitsprofil beim Menschen: unbekannt, mit somatostatinähnlichen Risiken:
- ■Theoretisch: Hypotension (durch Somatostatin-Rezeptor-Aktivierung)
- ■GH-Suppression möglich (SSTR2-Aktivierung)
- ■Herzrhythmus-Effekte (Somatostatin-Rezeptoren im Herz)
- ■Keine Humantoxikologie-Daten
Humananwendung ohne klinische Grundlage. Somatostatin-ähnliches Risikoprofil nicht auszuschließen.
Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
- ■🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- ■🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Cortistatin-14 hat ~95 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:
Cortistatin-14 hat ~95 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:
- ■✅ Nature-Erstpublikation 1996: Neuropeptid mit schlafmodulierenden Eigenschaften (Lecea et al.)
- ■✅ Entzündungshemmung in multiplen Tiermodellen (Colitis, Arthritis, Sepsis) gut dokumentiert
- ■✅ Einzigartiges Rezeptorbindungsprofil (SSTR + MRGPRX2) gut charakterisiert
- ■❌ Keine Humanstudien
- ■⚠ Kurze HWZ limitiert pharmazeutische Entwicklung
Häufige Fragen
Ist Cortistatin-14 dasselbe wie Somatostatin?
Könnte Cortistatin-14 als Schlafmittel entwickelt werden?
Forschungsstand & Ranking
Tools & Ressourcen
Cortistatin-14 im Direktvergleich
Wie schlägt sich Cortistatin-14 gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:
Nächste Schritte
Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Cortistatin-14 gelesen.
Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.
Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.
DSIP
Neuropeptid, das 1977 aus Kaninchenblut isoliert wurde. In der Forschung auf Schlafarchitektur und Stressachsen-Modulation untersucht. Limitierte Humanstudien.
VIP
Endogenes 28-AS-Neuropeptid mit immunmodulatorischen und vasodilatatorischen Eigenschaften. Natürlich in Darm, Lunge und ZNS vorkommend. In der Forschung auf entzündliche Erkrankungen untersucht.
Semax
Semax ist ein russisches Nootropikum-Peptid, das vom ACTH-Fragment 4-10 abgeleitet ist und kognitionsfördernde, neuroprotektive sowie antidepressive Eigenschaften zeigt.