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Forschung
Zelluläre Reprogrammierung: Erster Humanversuch für Augenzellen
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Hormonsystem

Leuprolid

D-Leu6-des-Gly10-Pro9-Ethylamid-GnRH (Dekapeptid)

Handelsnamen:LupronEligardLucrin

Auch bekannt als: Leuprorelin, GnRH-Agonist

Leuprolid (Leuprorelin) ist ein synthetischer GnRH-Agonist, der bei kontinuierlicher Gabe die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse down-reguliert und Testosteron/Östrogen auf Kastrationsniveau senkt — eingesetzt bei Prostatakarzinom, Endometriose und präkozem Pubertät.

Klinisch belegt🇩🇪 Rezeptpflichtig🇦🇹 Rezeptpflichtig🇨🇭 Rezeptpflichtig
#7Rang 7 von 8072/100
~3–4 Stunden (subkutan); Depot: 1–6 Monate (je nach Formulierung)
Halbwertszeit
Monatlich (Depot)
Frequenz
3,75–7,5 mg/Monat (Depot i.m.)
Typische Dosis
7134+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Moderates Verhältnis – individuelle Abwägung
Nutzen und Risiken halten sich die Waage. Datenlage und Rechtsstatus erfordern besondere Abwägung.
63
Composite Score / 100
Abwägen
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil56%35% Gew.
Evidenzqualität83%28% Gew.
Verträglichkeit37%24% Gew.
Mechanismus90%10% Gew.
Praktikabilität60%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Leuprolid (Handelsname Lupron) drosselt durch eine andauernde Dauerstimulation die körpereigene Sexualhormon-Steuerung und senkt dadurch das Testosteron drastisch ab. Es ist als Medikament zugelassen, unter anderem bei Prostatakrebs und Endometriose.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intramuskulär (i.m.)
Typische Dosis3,75–7,5 mg/Monat (Depot i.m.)
Halbwertszeit~3–4 Stunden (subkutan); Depot: 1–6 Monate (je nach Formulierung)
Rechtslage DACHRezeptpflichtig

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Testosteron-Suppression (Prostatakarzinom)“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Endometriose-Behandlung“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „Behandlung präkozem Pubertät“ ist in Humanstudien belegt.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff als verschreibungspflichtiges Arzneimittel zugelassen und damit qualitätsgeprüft erhältlich.

Spricht dagegen

  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Hitzewallungen und Impotenz/Libidoverlust.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Leuprolid?Leuprolid (auch: Leuprorelin, Handelsname: Lupron®, Eligard®) ist ein synthetisches GnRH-Analogon mit…

Leuprolid (auch: Leuprorelin, Handelsname: Lupron®, Eligard®) ist ein synthetisches GnRH-Analogon mit 100-fach stärkerer Bindungsaffinität als das native GnRH. Das klingt zunächst paradox: Ein super-potenter GnRH-Agonist — also ein Aktivator — soll Testosteron senken? Ja, weil Dauerstimulation des GnRH-Rezeptors zur Downregulation führt: Die Rezeptoren verschwinden von der Zelloberfläche, LH und FSH fallen ab, die Gonaden produzieren kein Testosteron mehr. Leuprolid ist seit 1985 FDA-zugelassen (Lupron Depot) und verschreibungspflichtig in Deutschland, Österreich und der Schweiz — für Prostatakarzinom, Endometriose, Uterusmyome und frühzeitige Pubertät.

Wie wirkt es?Phase 1 — Flare-Effekt (Woche 1): Initiale GnRH-Rezeptorstimulation → kurzer LH/FSH-Anstieg → Testoste…
  • Phase 1 — Flare-Effekt (Woche 1): Initiale GnRH-Rezeptorstimulation → kurzer LH/FSH-Anstieg → Testosteron steigt kurzzeitig an.
  • Phase 2 — Downregulation (ab Woche 2–4): Dauerstimulation → GnRH-Rezeptor-Internalisierung → LH und FSH fallen massiv ab → Testosteron sinkt auf <50 ng/dL (Kastrationsniveau).
  • Dieser Effekt ist vollständig reversibel nach Absetzen — die Achse erholt sich in Wochen bis Monaten.
  • Als Depot-Formulierung: gibt über 1–6 Monate kontinuierlich Wirkstoff ab.
Was kann es bewirken?Klinisch gut belegte Wirkungen (zugelassene Indikationen):

Klinisch gut belegte Wirkungen (zugelassene Indikationen):

  • Testosteron-Suppression (Prostatakarzinom): Level A — Goldstandard der hormonellen Therapie
  • Endometriose-Behandlung: Level A — Östrogen-Suppression reduziert Läsionen
  • Frühzeitige Pubertät (Pubertas praecox): Level A — stoppt Pubertätsentwicklung zuverlässig
  • Uterusmyome: Level A — präoperative Verkleinerung

Der initiale Flare-Effekt (Testosteron-Anstieg in Woche 1) kann bei Prostatakarzinom gefährlich sein — Knochen-Metastasen können sich verschlechtern. Antiandrogene Vorbehandlung ist daher Standard.

Wie viel wird verwendet?Klinische Depot-Schemata:

Klinische Depot-Schemata:

  • Prostatakarzinom: 7,5 mg i.m. alle 4 Wochen oder 22,5 mg alle 3 Monate (Depot)
  • Endometriose: 3,75 mg i.m. alle 4 Wochen, maximal 6 Monate
  • Frühzeitige Pubertät: 7,5–15 mg i.m. alle 4 Wochen (gewichtsangepasst)

Selbstanwendung ohne ärztliche Aufsicht ist medizinisch gefährlich: Osteoporose, kardiovaskuläre Risiken und Depression sind schwere Nebenwirkungen.

Wie wird es angewendet?Als Depot i.m.
  • Als Depot i.m. oder s.c.: Mikrosphären-Formulierung für 1-Monats- oder 3-Monats-Depot
  • Tägliche subkutane Injektion: für kurzfristige Anwendungen (z. B. IVF-Downregulation)
  • Ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht und mit Hormonmonitoring
Gibt es Risiken?Erhebliche Nebenwirkungen durch Testosteron/Östrogen-Suppression:

Erhebliche Nebenwirkungen durch Testosteron/Östrogen-Suppression:

  • Hitzewallungen (sehr häufig, kann anhaltend störend sein)
  • Impotenz und Libidoverlust bei Männern
  • Osteoporose bei Langzeitanwendung (Knochenabbau durch Sexualhormone)
  • Initialer Flare: Testosteron-Anstieg in Woche 1 (wichtig bei Knochenmetastasen)
  • Depression und kognitive Beeinträchtigungen (dokumentiert)
  • QT-Verlängerung: kardiovaskuläres Risiko, besonders mit anderen Medikamenten

Leuprolid ohne ärztliche Überwachung einzusetzen ist medizinisch hochriskant. Der "Biohacking-Reset"-Einsatz ignoriert erhebliche Risiken (Osteoporose, Kardiovaskulär, Depression).

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Verschreibungspflichtig — nur mit ärztlichem Rezept legal, als Lupron®, E…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Verschreibungspflichtig — nur mit ärztlichem Rezept legal, als Lupron®, Eligard®, Enantone® zugelassen.
  • USA/Kanada/weltweit: Zulassung für Prostatakarzinom, Endometriose, frühzeitige Pubertät
  • Kein WADA-Verbot (da für Leistungssport nicht relevant)
Was sagen Studien?~2.200 PubMed-Einträge; eines der am besten belegten onkologischen Peptide.

~2.200 PubMed-Einträge; eines der am besten belegten onkologischen Peptide. Evidenzlevel A:

  • ✅ Leuprolide Study Group 1984 (NEJM): Landmark-RCT beim Prostatakarzinom — Leuprolid gleichwertig zu Diethylstilbestrol, besser verträglich
  • ✅ Multiple Phase-3-Studien für alle zugelassenen Indikationen
  • ✅ Jahrzehnte klinische Erfahrung seit 1985-Zulassung
Häufige Fragen
Kann Leuprolid für einen "Hormon-Reset" genutzt werden?
In der Biohacking-Community kursiert diese Idee. Medizinisch ist das sehr riskant: Osteoporose beginnt innerhalb von Monaten, kardiovaskuläre und psychische Nebenwirkungen sind dokumentiert. Für einen TRT-Restart gibt es wesentlich sicherere Optionen: Gonadorelin erhält die HPG-Achse, HCG erhält Hodenfunktion. Leuprolid ist ein onkologisches Hormontherapeutikum, kein Biohacking-Tool.
Warum führt ein GnRH-Agonist zur Kastration statt zur Stimulation?
Die Antwort liegt in der Pulsatilität: Normale GnRH-Ausschüttung ist pulsatil (alle 90–120 min). Die Rezeptoren brauchen diese Pause für die Regeneration. Leuprolid bindet dauerhaft stark → Rezeptoren werden internalisiert → LH und FSH fallen → Testosteron sinkt. Pulsatile Gonadorelin-Gabe stimuliert; kontinuierliche Leuprolid-Gabe hemmt. Das ist derselbe Mechanismus, gegengerichtet eingesetzt.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
25/30
Sicherheit
14/25
Volumen
15/15
Rechtlich
12/15
Mechanismus
9/10
Prakt.
3/5
Alle Peptide im Ranking vergleichen →

Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerFact Sheet (PDF/Druck)

Leuprolid im Direktvergleich

Wie schlägt sich Leuprolid gegen verwandte Wirkstoffe? Evidenz, Sicherheit und Rechtslage direkt nebeneinander:

Leuprolid vs. GonadorelinLeuprolid vs. KisspeptinLeuprolid vs. GHRH (1-44)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Leuprolid gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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