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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen. Viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Hormonsystem

MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC)

MOD GRF 1-29 (oft fälschlich "CJC-1295 ohne DAC" genannt) ist eine stabilisierte Variante des natürlichen Signals, das die Wachstumshormon-Ausschüttung anstößt. Es wirkt kurz und schubweise, etwas stärker als Sermorelin, ist aber kein zugelassenes Arzneimittel.

VorklinischDE, AT, CH: Grauzone#39Rang 39 von 8054/100
AnwendungSubkutan (s.c.)
Typische Dosis0,1–0,3 mg/Tag
Halbwertszeit~30 Minuten (subkutan)
PubMed-Studien1+
Fachangaben

Auch bekannt als: CJC-1295 ohne DAC, Modified GRF (1-29)

Tetrasubstituiertes GHRH(1-29)-Analogon ohne Drug Affinity Complex

Quick Start Guide

Subkutan
0,1–0,3 mg pro Injektion
Wie oft
1–3× täglich
Unter die Haut, Injektionsstelle wechseln
Zeitpunkt
Nüchtern (mind. 2 Std. nach Mahlzeit), 30 Min. vor dem Schlafen
Wirkung ab wann
GH-Anstieg nach 30 Minuten, IGF-1-Anstieg nach 2–4 Wochen, Körperveränderungen nach 6–12 Wochen
Lagerung
Kühl oder gefroren, angemischt 2–8 °C, 2 Wochen haltbar
8–12 Wochen
Pause danach
4 Wochen Pause typisch, Effekte klingen rasch ab
~30 Minuten (subkutan)
Verboten (S2.2)
Studien- und Protokollwerte, keine Anwendungsempfehlung.Zum Protokoll

Grundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.

Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Was ist MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC) und wie wirkt es?

Einfach erklärt

MOD GRF 1-29 basiert auf der gleichen 29-Aminosäuren-Sequenz wie Sermorelin, hat aber vier Aminosäure-Substitutionen, die es stabiler gegen enzymatischen Abbau machen. Diese Modifikationen verlängern die Halbwertszeit von ~10 Minuten (Sermorelin) auf ~30 Minuten. In der Szene wird es oft "CJC-1295 ohne DAC" genannt, eine verbreitete, aber technisch falsche Bezeichnung. CJC-1295 ist ein anderes, länger-wirksames Molekül mit einer speziellen Bindungsmoiety (DAC). MOD GRF 1-29 ist ein Forschungspeptid ohne Arzneimittelzulassung.

MOD GRF 1-29 (Modified GRF 1-29) ist ein synthetisches Peptid, das auf der GHRH(1-29)-Sequenz (Sermorelin) basiert, aber vier Aminosäure-Substitutionen enthält, die die Stabilität gegen enzymatischen Abbau erhöhen sollen. Es ist identisch mit dem, was manchmal als "CJC-1295 ohne DAC" bezeichnet wird, eine Bezeichnung, die technisch inkorrekt, aber weit verbreitet ist. Die vier Substitutionen (Tyr1→His, Ala2→D-Ala, Gln8→Ala, Ser28→Ala) verlängern die Halbwertszeit des Peptids im Vergleich zu Sermorelin von wenigen Minuten auf etwa 30 Minuten. Dies ist deutlich kürzer als bei CJC-1295 mit DAC (Tage), ermöglicht aber ein pulsatileres GH-Freisetzungsmuster. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist MOD GRF 1-29 nicht als Arzneimittel zugelassen. Eigenständige klinische Studien für MOD GRF 1-29 sind rar, die meiste Literatur bezieht sich auf GHRH-Analoga generell oder auf CJC-1295 mit DAC. Es wird ausschließlich in der Grundlagenforschung untersucht.

Wirkungsweise

Einfach erklärt
  • Identischer Mechanismus wie Sermorelin: Bindung an GHRHR → cAMP → pulsatile GH-Sekretion.
  • Die vier Substitutionen (an Position 1, 2, 8, 28) erhöhen Resistenz gegen Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-IV) und andere Peptidasen.
  • Ergebnis: stärkere und länger anhaltende GH-Pulse als Sermorelin, aber kürzere als CJC-1295 mit DAC.
  • Pulsatiles Muster bleibt erhalten. Vorteil gegenüber Dauerstimulation.

Identisch mit Sermorelin: Bindung an GHRHR und Gs-Protein-cAMP-Kaskade. Die Aminosäure-Substitutionen erhöhen die Resistenz gegen Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-IV) und andere Plasma-Peptidasen. Das pulsatile Freisetzungsmuster soll physiologischer sein als die Dauerstimulation durch CJC-1295 mit DAC.

Spricht dafür

  • Die erwünschte Wirkung „Pulsatile GH-Sekretion“ ist in Humanstudien belegt.
  • Die erwünschte Wirkung „IGF-1-Erhöhung“ ist in Humanstudien belegt.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.

Wirkungen und Anwendungsgebiete

Einfach erklärt

Hauptsächlich aus GHRH-Analoga-Literatur extrapoliert:

  • Pulsatile GH-Sekretion: Level B (aus GHRH-Analogon-Humanstudien)
  • IGF-1-Erhöhung: Level B (indirekt über GH)
  • Körperzusammensetzung: Level C (aus MOD-GRF-spezifischer Forschung sehr begrenzt)
Eigenständige klinische Studien für MOD GRF 1-29 sind rar. WADA-gesperrt: für Wettkampfsportler nicht erlaubt.

Pulsatile GH-Sekretion

Solide EvidenzHuman

Stimuliert effektiv die Freisetzung von Wachstumshormon unter Beibehaltung der natürlichen Pulsatilität.

Erhöhte enzymatische Stabilität

VorklinischIn-vitro

Deutlich resistenter gegen DPP-IV-Abbau im Vergleich zu nativem Sermorelin.

IGF-1-Erhöhung

Solide EvidenzHuman

Führt indirekt über die GH-Ausschüttung zu einem Anstieg der systemischen IGF-1-Spiegel.

Dosierung und Anwendung

Einfach erklärt

Aus Forschungsprotokollen und Vergleichsstudien:

  • 0,1 mg subkutan, 1–3× täglich
  • Häufig morgens, nach Training, oder abends vor dem Schlafen
  • Standardkombination: zusammen mit Ipamorelin 0,1 mg für synergistischen GH-Puls
  • Nüchternzustand oder mindestens 2 h nach der letzten Mahlzeit
Keine klinisch validierten Dosierungen. WADA-Sperre beachten.

Studien-Dosierungen

Die Mengenangaben entstammen wissenschaftlichen Studien, Forschungsprotokollen und Tiermodellen. Sie sind keine Dosierungsangaben im klassischen Sinne und stellen keine Einnahmeempfehlung für Menschen dar.
Anwendung / PhaseDosisFrequenzHinweis
Standard-Protokoll0,1 mg1–3× täglichMeist morgens, nach dem Training oder vor dem Schlafen (Nüchternzustand).
Synergistische Anwendung0,1 mg1–3× täglichMeist kombiniert mit einem GHRP (z.B. Ipamorelin) für maximale GH-Pulse.
Dosierungsrechner →Best-Practice Protokoll ansehen

Anwendungsformen

Einfach erklärt
  • Subkutan: Standard
  • Sehr häufig mit Ipamorelin kombiniert (GHRH-Weg + Ghrelin-Weg = stärkster GH-Puls)
  • Lyophilisiertes Pulver, rekonstituiert mit bakteriostatischem Wasser
  • Kühl lagern (2–8°C) nach Rekonstitution
Subkutan (s.c.)

Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.

Nebenwirkungen und Risiken

Einfach erklärt

Ähnliches Profil wie andere GHRH-Analoga:

  • Flush (Gesichtsrötung) nach Injektion, typisch für GHRH-Analoga
  • Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Ödeme bei zu hoher GH-Stimulation
  • Injektionsstellenreaktionen
  • Aktive Krebserkrankungen: absolut kontraindiziert

Bekannte Nebenwirkungen

  • Flush (Gesichtsrötung kurz nach Injektion)
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Wassereinlagerungen (selten)
  • Injektionsstellenreaktionen

Kontraindikationen

  • Aktive Krebserkrankungen
  • Wettkampfsport (WADA-Sperre)
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Studienlage

Einfach erklärt

Vorwiegend In-vitro-Stabilitätsstudien. Evidenzlevel C:

  • ✅ Campbell et al. 1993: Erhöhte Plasma-Stabilität durch Substitutionen in vitro belegt
  • ⚠ Klinische Humanstudien spezifisch für MOD GRF 1-29: sehr begrenzt
  • ⚠ GHRH-Analogon-Literatur allgemein überträgt sich nur bedingt auf dieses Molekül

Rechtslage und Sport

Einfach erklärt
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • WADA: Gesperrt (S2. GH-Releasing-Faktoren), für alle Wettkampfsportler verboten
RechtslageDE, AT, CH: Grauzone

Nicht als Arzneimittel zugelassen. Verkauf als Forschungschemikalie. WADA: Auf der Verbotsliste (S2) für Sportler.

Im SportWADA: Verboten (S2.2)

Identisch mit CJC-1295 ohne DAC. GHRH-Analogon. In- und Out-of-Competition verboten.

Doping-Status im WADA-Checker nachsehen →

Labormonitoring für Forschungszwecke

Kurzübersicht: Gleiche Monitoring-Logik wie CJC-1295: IGF-1 als Hauptmarker, Glukose als Sicherheitsparameter.

Zeitplan:Vor Beginn->Nach 4–6 Wochen
Essentiell
IGF-1

MOD-GRF 1-29 ist das ungepegylierte Pendant zu CJC-1295: IGF-1 dient als direkter GH-Achsen-Marker.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4–6 WochenRichtwert: ~100–350 ng/ml
Nüchternglukose

GH-induzierte Insulinresistenz erkennen.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4 WochenRichtwert: < 100 mg/dl
Empfohlen
Insulin nüchtern

Ergänzt Glukose zur HOMA-IR-Berechnung.

Zeitpunkt: Baseline, nach 4 WochenRichtwert: 2–25 µIU/ml
+Optionale Tests (1)
Prolaktin

Baseline-Dokumentation bei GHRH-Analoga.

Zeitpunkt: BaselineRichtwert: Männer: 4–15 ng/ml | Frauen: 4–30 ng/ml

Alle Laborparameter stehen im Forschungskontext. Es besteht kein medizinischer Behandlungsrahmen.

Häufige Fragen zu MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC)

Was ist der Unterschied zu CJC-1295 mit DAC?
CJC-1295 mit DAC hat eine Bindungsmoiety (Drug Affinity Complex), die kovalent an Albumin bindet und die Halbwertszeit auf Tage verlängert. MOD GRF 1-29 hat diese Moiety nicht, wirkt deshalb kürzer und pulsatiler.
Warum wird MOD GRF 1-29 oft mit Ipamorelin kombiniert?
MOD GRF 1-29 liefert das Signal zur Produktion von GH (GHRH-Weg), während Ipamorelin das Signal zur Freisetzung gibt (Ghrelin-Weg). Die Kombination beider erzeugt einen wesentlich stärkeren und physiologischeren GH-Puls als die Einzelwirkstoffe.
Warum wird MOD GRF 1-29 fast immer mit Ipamorelin kombiniert?
MOD GRF 1-29 stimuliert die Hypophyse über den GHRH-Rezeptor (Produktion und Freisetzung). Ipamorelin stimuliert über den Ghrelin-Rezeptor (GHS-R1a) die Freisetzung. Beide Signalwege sind synergistisch: kombiniert erzeugen sie einen deutlich stärkeren GH-Puls als jeder Wirkstoff allein, bei physiologischerem Muster als maximale Einzeldosen.

Teil bekannter Peptid-Stacks

Passt dazu

Werkzeuge

Die wichtigsten Kennzahlen für MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.

Dosierung
Best-Practice-Bandbreite0,1–0,3 mg
niedrig · 0,1 mghoch · 0,3 mg
Frequenz: 1–3× täglich
Im Dosierungsrechner öffnen
Mischverhältnis
Konzentration1 mg/ml
Abzug10 U
020406080100U10.0 U0.100 ml
2 mg Vial + 2 ml Wasser · Beispiel-Abzug für 0,1 mg
Im Mischungsverhältnis-Rechner öffnen
Bewährtes Protokoll
Titrationsschema4 Phasen
Zyklus: 8–12 Wochen, danach 4 Wochen Pause.
Tägliche subkutane Injektion (1–3× täglich) über 8–12 Wochen.
Zum Protokoll
Fact Sheet

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