MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC)
MOD GRF 1-29 (oft fälschlich "CJC-1295 ohne DAC" genannt) ist eine stabilisierte Variante des natürlichen Signals, das die Wachstumshormon-Ausschüttung anstößt. Es wirkt kurz und schubweise, etwas stärker als Sermorelin, ist aber kein zugelassenes Arzneimittel.
Fachangaben
Auch bekannt als: CJC-1295 ohne DAC, Modified GRF (1-29)
Tetrasubstituiertes GHRH(1-29)-Analogon ohne Drug Affinity Complex
Quick Start Guide
SubkutanGrundlagen zuerst: Wirkung setzt eine stabile Basis aus Schlaf, Ernährung und Training voraus. Mehr dazu in der Biohacking-Pyramide.
Rechtlicher Hinweis
Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.
Was ist MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC) und wie wirkt es?
MOD GRF 1-29 basiert auf der gleichen 29-Aminosäuren-Sequenz wie Sermorelin, hat aber vier Aminosäure-Substitutionen, die es stabiler gegen enzymatischen Abbau machen. Diese Modifikationen verlängern die Halbwertszeit von ~10 Minuten (Sermorelin) auf ~30 Minuten. In der Szene wird es oft "CJC-1295 ohne DAC" genannt, eine verbreitete, aber technisch falsche Bezeichnung. CJC-1295 ist ein anderes, länger-wirksames Molekül mit einer speziellen Bindungsmoiety (DAC). MOD GRF 1-29 ist ein Forschungspeptid ohne Arzneimittelzulassung.
MOD GRF 1-29 (Modified GRF 1-29) ist ein synthetisches Peptid, das auf der GHRH(1-29)-Sequenz (Sermorelin) basiert, aber vier Aminosäure-Substitutionen enthält, die die Stabilität gegen enzymatischen Abbau erhöhen sollen. Es ist identisch mit dem, was manchmal als "CJC-1295 ohne DAC" bezeichnet wird, eine Bezeichnung, die technisch inkorrekt, aber weit verbreitet ist. Die vier Substitutionen (Tyr1→His, Ala2→D-Ala, Gln8→Ala, Ser28→Ala) verlängern die Halbwertszeit des Peptids im Vergleich zu Sermorelin von wenigen Minuten auf etwa 30 Minuten. Dies ist deutlich kürzer als bei CJC-1295 mit DAC (Tage), ermöglicht aber ein pulsatileres GH-Freisetzungsmuster. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist MOD GRF 1-29 nicht als Arzneimittel zugelassen. Eigenständige klinische Studien für MOD GRF 1-29 sind rar, die meiste Literatur bezieht sich auf GHRH-Analoga generell oder auf CJC-1295 mit DAC. Es wird ausschließlich in der Grundlagenforschung untersucht.
Wirkungsweise
- Identischer Mechanismus wie Sermorelin: Bindung an GHRHR → cAMP → pulsatile GH-Sekretion.
- Die vier Substitutionen (an Position 1, 2, 8, 28) erhöhen Resistenz gegen Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-IV) und andere Peptidasen.
- Ergebnis: stärkere und länger anhaltende GH-Pulse als Sermorelin, aber kürzere als CJC-1295 mit DAC.
- Pulsatiles Muster bleibt erhalten. Vorteil gegenüber Dauerstimulation.
Identisch mit Sermorelin: Bindung an GHRHR und Gs-Protein-cAMP-Kaskade. Die Aminosäure-Substitutionen erhöhen die Resistenz gegen Dipeptidyl-Peptidase IV (DPP-IV) und andere Plasma-Peptidasen. Das pulsatile Freisetzungsmuster soll physiologischer sein als die Dauerstimulation durch CJC-1295 mit DAC.
Spricht dafür
- Die erwünschte Wirkung „Pulsatile GH-Sekretion“ ist in Humanstudien belegt.
- Die erwünschte Wirkung „IGF-1-Erhöhung“ ist in Humanstudien belegt.
Spricht dagegen
- Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
- In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
Wirkungen und Anwendungsgebiete
Hauptsächlich aus GHRH-Analoga-Literatur extrapoliert:
- Pulsatile GH-Sekretion: Level B (aus GHRH-Analogon-Humanstudien)
- IGF-1-Erhöhung: Level B (indirekt über GH)
- Körperzusammensetzung: Level C (aus MOD-GRF-spezifischer Forschung sehr begrenzt)
Pulsatile GH-Sekretion
Stimuliert effektiv die Freisetzung von Wachstumshormon unter Beibehaltung der natürlichen Pulsatilität.
Erhöhte enzymatische Stabilität
Deutlich resistenter gegen DPP-IV-Abbau im Vergleich zu nativem Sermorelin.
Dosierung und Anwendung
Aus Forschungsprotokollen und Vergleichsstudien:
- 0,1 mg subkutan, 1–3× täglich
- Häufig morgens, nach Training, oder abends vor dem Schlafen
- Standardkombination: zusammen mit Ipamorelin 0,1 mg für synergistischen GH-Puls
- Nüchternzustand oder mindestens 2 h nach der letzten Mahlzeit
Studien-Dosierungen
| Anwendung / Phase | Dosis | Frequenz | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Standard-Protokoll | 0,1 mg | 1–3× täglich | Meist morgens, nach dem Training oder vor dem Schlafen (Nüchternzustand). |
| Synergistische Anwendung | 0,1 mg | 1–3× täglich | Meist kombiniert mit einem GHRP (z.B. Ipamorelin) für maximale GH-Pulse. |
Anwendungsformen
- Subkutan: Standard
- Sehr häufig mit Ipamorelin kombiniert (GHRH-Weg + Ghrelin-Weg = stärkster GH-Puls)
- Lyophilisiertes Pulver, rekonstituiert mit bakteriostatischem Wasser
- Kühl lagern (2–8°C) nach Rekonstitution
Für das Ansetzen und Verdünnen im Labor hilft der Mischungsverhältnis-Rechner beim Berechnen von Lösungsmittelmenge und Zielkonzentration.
Nebenwirkungen und Risiken
Ähnliches Profil wie andere GHRH-Analoga:
- Flush (Gesichtsrötung) nach Injektion, typisch für GHRH-Analoga
- Kopfschmerzen, Müdigkeit
- Ödeme bei zu hoher GH-Stimulation
- Injektionsstellenreaktionen
- Aktive Krebserkrankungen: absolut kontraindiziert
Bekannte Nebenwirkungen
- •Flush (Gesichtsrötung kurz nach Injektion)
- •Kopfschmerzen
- •Müdigkeit
- •Wassereinlagerungen (selten)
- •Injektionsstellenreaktionen
Kontraindikationen
- •Aktive Krebserkrankungen
- •Wettkampfsport (WADA-Sperre)
- •Schwangerschaft und Stillzeit
Studienlage
Vorwiegend In-vitro-Stabilitätsstudien. Evidenzlevel C:
- ✅ Campbell et al. 1993: Erhöhte Plasma-Stabilität durch Substitutionen in vitro belegt
- ⚠ Klinische Humanstudien spezifisch für MOD GRF 1-29: sehr begrenzt
- ⚠ GHRH-Analogon-Literatur allgemein überträgt sich nur bedingt auf dieses Molekül
Rechtslage und Sport
- 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone, kein zugelassenes Arzneimittel. Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
- WADA: Gesperrt (S2. GH-Releasing-Faktoren), für alle Wettkampfsportler verboten
Nicht als Arzneimittel zugelassen. Verkauf als Forschungschemikalie. WADA: Auf der Verbotsliste (S2) für Sportler.
Identisch mit CJC-1295 ohne DAC. GHRH-Analogon. In- und Out-of-Competition verboten.
Labormonitoring für Forschungszwecke
Kurzübersicht: Gleiche Monitoring-Logik wie CJC-1295: IGF-1 als Hauptmarker, Glukose als Sicherheitsparameter.
MOD-GRF 1-29 ist das ungepegylierte Pendant zu CJC-1295: IGF-1 dient als direkter GH-Achsen-Marker.
GH-induzierte Insulinresistenz erkennen.
Ergänzt Glukose zur HOMA-IR-Berechnung.
+Optionale Tests (1)
Baseline-Dokumentation bei GHRH-Analoga.
Alle Laborparameter stehen im Forschungskontext. Es besteht kein medizinischer Behandlungsrahmen.
Häufige Fragen zu MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC)
Was ist der Unterschied zu CJC-1295 mit DAC?
Warum wird MOD GRF 1-29 oft mit Ipamorelin kombiniert?
Warum wird MOD GRF 1-29 fast immer mit Ipamorelin kombiniert?
Teil bekannter Peptid-Stacks
Werkzeuge
Die wichtigsten Kennzahlen für MOD GRF 1-29 (CJC-1295 ohne DAC) sind bereits vorberechnet. Für Details ins jeweilige Werkzeug springen oder den geführten Ablauf Schritt für Schritt starten.
Weitere Werkzeuge:Kosten-Rechner·Protokoll- & Kalender-Planer·Wirkungs-Timeline·Peptid-Vergleich·PeptidWiki-Assistent
Sermorelin
Geref
Synthetisches 29-Aminosäuren-Analogon des hypothalamischen Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH), das in klinischen Studien die körpereigene GH-Ausschüttung stimuliert.
CJC-1295
CJC-1295 ist ein synthetisches Wachstumshormon-Releasing-Hormon (GHRH)-Analogon, das die Ausschüttung von Wachstumshormon aus der Hypophyse stimuliert.
Ipamorelin
Ipamorelin ist ein selektives Ghrelin-Mimetikum (GHS, Growth Hormone Secretagogue), das Wachstumshormon mit hoher Selektivität und minimalen Nebenwirkungen freisetzt.