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Die beschriebenen Substanzen unterliegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedlichen rechtlichen Regelungen — viele sind nicht als Arzneimittel zugelassen.

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Melanotan II

Ac-Nle-cyclo[Asp-His-D-Phe-Arg-Trp-Lys]-OH (7 AS zyklisch)

Auch bekannt als: MT-II, MT2

Synthetischer nichtselektiver Melanocortin-Agonist. Von BfArM und UK MHRA als gefährlich eingestuft. Erhebliche Sicherheitsbedenken wegen Naevi-Veränderungen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz Graubereich mit Warnhinweisen.

Vorklinisch🇩🇪 Grauzone🇦🇹 Grauzone🇨🇭 Grauzone
#75Rang 75 von 8021/100
~1–2 Stunden (subkutan)
Halbwertszeit
Täglich (Ladephase)
Frequenz
0,25–1,0 mg/Tag
Typische Dosis
4501+
PubMed-Studien
Rechtlicher Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich der wissenschaftlichen Information und Forschung. Sie stellen ausdrücklich keine Empfehlung zur Anwendung, keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapieempfehlung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers. Die beschriebene Substanz ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die meisten aufgeführten Anwendungen nicht als Arzneimittel zugelassen und wird überwiegend nur im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Für Nutzer außerhalb des DACH-Raums gelten die jeweiligen nationalen Vorschriften. Jede Eigenanwendung erfolgt auf eigene Verantwortung und außerhalb des medizinisch zugelassenen Rahmens. Alle Angaben ohne Gewähr.

Risiko-Nutzen-Abwägung
020406080100RISIKONEUTRALNUTZENWIRD BERECHNET …
Hohes Risiko – kritisch prüfen
Das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist ungünstig. Alternatives Peptid oder weitere Studienlage abwarten.
20
Composite Score / 100
Kritisch
Bewertungsfaktoren
Sicherheitsprofil12%35% Gew.
Evidenzqualität30%28% Gew.
Verträglichkeit20%24% Gew.
Mechanismus20%10% Gew.
Praktikabilität20%3% Gew.
0–39 · Hohes Risiko40–66 · Abwägen67–100 · Empfehlenswert

Kein Ersatz für medizinische Beratung. Composite-Score aus Ranking-Daten, Regulierungsstatus, Studienlage und Verträglichkeitsprofil — Stand 2025.

Zusammenfassung

Melanotan II regt im Körper die Pigmentbildung an und bräunt die Haut auch ohne Sonne. Die deutsche Arzneimittelbehörde BfArM warnt jedoch ausdrücklich davor — wegen Risiken für Muttermale sowie Herz und Kreislauf.

Auf einen Blick

AnwendungSubkutan (s.c.), Intranasal
Typische Dosis0,25–1,0 mg/Tag
Halbwertszeit~1–2 Stunden (subkutan)
ForschungslageBegrenzt (C)

Vor- & Nachteile

Spricht dafür

  • Der Wirkstoff ist Gegenstand aktiver Forschung.

Spricht dagegen

  • Die Studienlage ist noch begrenzt, belastbare Daten aus Studien am Menschen sind rar.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Wirkstoff nicht als Arzneimittel zugelassen und bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone.
  • Es sind Nebenwirkungen dokumentiert, darunter Übelkeit und Erbrechen.

Mehr im Detail — zum Aufklappen

Was ist Melanotan II?Melanotan II (MT-II) ist ein synthetisches zyklisches 7-Aminosäuren-Peptid und nichtselektiver Agonist…

Melanotan II (MT-II) ist ein synthetisches zyklisches 7-Aminosäuren-Peptid und nichtselektiver Agonist aller fünf Melanocortin-Rezeptoren (MC1R–MC5R). Ursprünglich an der Universität Arizona entwickelt, um Hautkrebs durch Aktivierung der Melanogenese ohne UV-Exposition zu verhindern. Das Projekt wurde nie zur Zulassung geführt. MT-II ist kein zugelassenes Medikament. Das deutsche BfArM und die britische MHRA haben explizite Warnungen herausgegeben, weil Berichte über Veränderungen an melanozytären Muttermalen und kardiovaskuläre Ereignisse eingegangen sind.

Wie wirkt es?Aktiviert nichtselektiv alle Melanocortin-Rezeptoren (MC1R–MC5R)
  • Aktiviert nichtselektiv alle Melanocortin-Rezeptoren (MC1R–MC5R)
  • MC1R: Melanogenese — Haut bräunt sich ohne UV
  • MC4R: Zentrale Kreisläufe — sexuelle Erregung (Nebeneffekt)
  • MC2R: ACTH-ähnlich — Nebennieren-Stimulation
  • Nichtselektive Aktivierung = breites Nebenwirkungsspektrum
Was kann es bewirken?Dokumentierte Effekte — neben problematischen Sicherheitssignalen:

Dokumentierte Effekte — neben problematischen Sicherheitssignalen:

  • Melanogenese: Haut wird dunkler ohne Sonnenexposition (MC1R)
  • Sexuelle Erregung als Nebeneffekt (MC4R) — Ursprung von PT-141-Entwicklung

BfArM-Warnung: Berichte über atypische Veränderungen an Muttermalen und potenziell erhöhtes Melanomrisiko. Von jeglicher Anwendung wird abgeraten.

Wie viel wird verwendet?Es gibt keine empfohlene Humandosis — das BfArM rät von jeder Anwendung ab:

Es gibt keine empfohlene Humandosis — das BfArM rät von jeder Anwendung ab:

  • ⚠ Typisch in Selbstexperimenten: 0,25–1,0 mg subkutan täglich
  • ⚠ Einschleichen mit 0,1–0,25 mg empfohlen wegen starker Übelkeit
  • Kein validiertes Protokoll — jede Dosierung ist experimentell

Das BfArM warnt ausdrücklich vor der Anwendung. Kein sicheres Dosierungsschema bekannt.

Wie wird es angewendet?Subkutane Injektion oder intranasal
  • Subkutane Injektion oder intranasal
  • Lyophilisiertes Pulver, Rekonstitution nötig
  • Kühlkettenpflichtig
  • Anwendung nicht empfohlen — behördliche Warnungen beachten
Gibt es Risiken?Melanotan II hat das ernsthafteste Risikoprofil aller Peptide in dieser Kategorie:

Melanotan II hat das ernsthafteste Risikoprofil aller Peptide in dieser Kategorie:

  • Übelkeit — sehr häufig, oft stark nach Injektion
  • Gesichtsrötung (Flush), Erbrechen
  • Atypische Veränderungen an Muttermalen — BfArM-Warnung wegen Melanomrisiko
  • Erhöhter Blutdruck, kardiovaskuläre Ereignisse gemeldet
  • Hyperpigmentierung an ungewünschten Stellen

BfArM und UK MHRA haben explizite Sicherheitswarnungen herausgegeben. Bei Familienanamnese für Melanom absolut kontraindiziert.

Ist es erlaubt?🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungsc…
  • 🇩🇪 DE · 🇦🇹 AT · 🇨🇭 CH: Grauzone — kein zugelassenes Arzneimittel; Verkauf üblich als Forschungschemikalie (RUO).
  • 🇬🇧 UK MHRA: explizite Warnung und Einstufung als illegales Medikament
  • 🏅 Nicht auf der WADA-Liste
Was sagen Studien?Melanotan II hat ~380 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

Melanotan II hat ~380 PubMed-Einträge, Evidenzniveau C:

  • ✅ Melanogenese-Effekt dokumentiert (MC1R-Mechanismus klar)
  • ⚠ Berichte über Naevi-Veränderungen in Fallberichten und Behördenmeldungen
  • ⚠ Kardiovaskuläre Nebenwirkungen gemeldet
  • ❌ Nie als Arzneimittel entwickelt — keine Phase-3-Studien
  • ❌ Nicht-selektive Rezeptoraktivierung macht saubere klinische Entwicklung schwierig
Häufige Fragen
Warum warnt das BfArM vor Melanotan II?
Weil Berichte über Veränderungen an melanozytären Muttermalen eingegangen sind, die auf ein erhöhtes Melanomrisiko hindeuten könnten. Außerdem wurden kardiovaskuläre Ereignisse gemeldet. MT-II ist kein zugelassenes Medikament — Qualitätskontrolle fehlt, und das Nebenwirkungsprofil ist ernst.
Ist PT-141 sicherer als Melanotan II?
Ja — PT-141 ist ein selektiverer MC3R/MC4R-Agonist ohne die MC1R-Bräunungswirkung. Es wurde klinisch als Arzneimittel entwickelt (Vyleesi) und hat klare Phase-3-Daten. Melanotan II aktiviert alle fünf MC-Rezeptoren nichtselektiv — daher viel breiter wirksam und riskanter.

Forschungsstand & Ranking

Evidenz
9/30
Sicherheit
3/25
Volumen
5/15
Rechtlich
1/15
Mechanismus
2/10
Prakt.
1/5
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Tools & Ressourcen

DosierungsrechnerMischungsverhältnis-RechnerBest-Practice ProtokollFact Sheet (PDF/Druck)

Nächste Schritte

Schritt 1
Informieren

Wirkung, Dosierung & Risikoprofil von Melanotan II gelesen.

✓ Abgeschlossen
2Schritt 2
Protokoll lesen

Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Forschungseinsatz.

3Schritt 3
Dosierung berechnen

Individuelle Dosierung auf Basis von Körpergewicht & Protokoll ermitteln.

4Schritt 4
Mischung vorbereiten

Bakteriostatisches Wasser & Konzentration für die Rekonstitution berechnen.

5Schritt 5
Fragen klären

Offene Fragen direkt an den KI-Assistenten stellen.

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